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Moosach:Platzwart soll für Ordnung sorgen

Chaos am Wohnwagen-Standplatz "Neubruch" bringt die Nachbarn auf

Von Anita Naujokat, Moosach

Der Bezirksausschuss fordert die Stadt auf, besser auf die Einhaltung der Regeln auf dem Wohnwagen-Standplatz für Durchreisende "Am Neubruch" zu achten. So solle das Kommunalreferat die aus dem Jahr 1983 stammende Satzung überarbeiten und anpassen sowie sicherstellen, dass ein Platzwart am Ort seinen Aufgaben nachkommen könne und so präventiv eine Überbelegung und damit einhergehende Probleme vermieden würden.

Anlass waren Beschwerden von Anliegern. Sie berichteten in der jüngsten Sitzung von wochenlanger Überbelegung, zugeparkten Wegen, blockierten Zufahrten zu angrenzenden Grundstücken, lautstarker Musik und menschlichen Exkrementen auf einem Feld und in den Grünanlagen daneben. Zum Teil hätten 40 Wohnwagen und Gespanne auf dem Platz gestanden, sei eine Waschmaschine mitten im Grünen aufgebaut gewesen, seien Stromkabel und Gartenschläuche außerhalb des Campingplatzes quer über die Straße verlegt gewesen. Behörden und Polizei hätten sich für dieses oder jenes entweder für nicht zuständig erklärt oder sich gegenseitig die Verantwortung zugeschoben, klagten die Anlieger.

Der Bezirksausschuss will jetzt die Beschwerden samt seinen Forderungen an das zuständige Kommunalreferat weiterleiten, obwohl eine Anwohnerin sie bereits an Kommunalreferentin Kristina Frank gesandt hat. Die Bürgerin hatte sich mit ihrem Anliegen auch an die Stadtviertel-Vertreter in Allach-Untermenzing gewandt. Die hatten das Thema jedoch den Moosachern überlassen. Das betreffende Areal wird zwar als Gemarkung Untermenzing geführt, gehört aber zum Stadtbezirk Moosach.

© SZ vom 24.09.2020

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