Moosach Nachverdichtung möglich

Doch noch fehlen der Stadt schlüssige Pläne für das OEZ-Areal

Von Sebastian Krass, Moosach

Entstehen rund um das Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) zusätzliche Wohnungen? Wenn es nach der Betreiberfirma ECE geht: unbedingt. Von 400 bis 500 Wohnungen, die denkbar seien, sprach ein Vertreter der Firma im vergangenen Herbst - und dass es erste Gespräche mit der Stadt und mit den Eigentümern der Wohnungen in den zum Komplex gehörenden Türmen gebe. Nun hat das Thema auch den Planungsausschuss des Stadtrats beschäftigt. Auf einen Antrag der Fraktion aus FDP und Hut hin hat das Planungsreferat das Potenzial für das OEZ-Grundstück und benachbarte Areale untersucht und hält eine Nachverdichtung für denkbar.

Was das OEZ angeht, spricht das Referat von "Vorentwürfen", die die ECE bisher vorgelegt habe, die aber "kein schlüssiges Gesamtkonzept mit Einbeziehung der Grün- und Straßenräume" ergäben. Es lägen auch noch keine Bauanträge vor. Sollten schlüssige Konzepte vorliegen, werde man die aber gern untersuchen. "Wir müssen diese ohnehin schon versiegelten Flächen dichter bebauen", forderte Stadtrat Michael Mattar (FDP). Anna Hanusch (Grüne) schlug vor, man könne doch einmal "eine Runde von Eigentümern einladen" und fragen, ob sie bereit sind, bei den Plänen mitzumachen. "Und man könnte einmal einen studentischen Wettbewerb starten, um Ideen zu sammeln, was dort möglich ist." Das aber hält die Stadtbaurätin für vergebene Mühe. "Die Eigentümerverhältnisse in dem Gebiet sind hoch komplex", sagte Elisabeth Merk. Mattar sieht den Stadtrat aber durchaus in der Pflicht: "Wir müssen versuchen, die nötigen Gespräche in Gang zu setzen, und das planerisch anstoßen."

Ein Grundstück, für das Planungsreferat und Bezirksausschuss Nachverdichtungspotenzial sehen, liegt an der Ecke Georg-Brauchle-Ring/Hanauer Straße, westlich des "Uptown"-Hochhauses. Das sei aber "nur mit Mitwirkung des Eigentümers möglich", erklärt das Referat. Und von der Seite habe man bisher nichts in die Richtung gehört.