"Monumenta Germaniae Historica"Das Gedächtnis des Mittelalters

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Die Schedelsche Weltchronik von 1493 zeigt ein idyllisches Bild von München. Doch keine hundert Jahre zuvor tobt dort eine Revolte gegen den Stadtrat.
Die Schedelsche Weltchronik von 1493 zeigt ein idyllisches Bild von München. Doch keine hundert Jahre zuvor tobt dort eine Revolte gegen den Stadtrat. (Foto: Museen der Stadt Landshut)

Niemand, der sich mit dem Mittelalter beschäftigt, kommt an der "Monumenta Germaniae Historica" vorbei. Die Schriftensammlung enthält das Wissen ganzer Forschergenerationen. Alles begann vor 200 Jahren.

Von Wolfgang Görl

In ihrem Büro im nördlichen Flügel der Bayerischen Staatsbibliothek ist Martina Hartmann umgeben von 200 Jahre währender Grundlagenforschung, die den Schweiß und die Mühe von zig Historikergenerationen gekostet hat. In Regalen, die einen Großteil der Wände verstellen, stehen 437 dicke Bände, mal rot, braun, grau oder sonst in irgendeiner Farbe, mal großformatig, mal etwas kleiner, und diese sind nichts weniger als das Gedächtnis des mittelalterlichen Europa.

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