Als Adresse für avantgardistische Mode ist die Rosenheimer Straße in Haidhausen nur wenigen bekannt. Kein Schaufenster, nur ein Metallschild, so groß wie ein Schulheft, weist bei Hausnummer 44 auf einen Laden hin, den es in seiner Art nur einmal in München gibt. Der schwarze Schriftzug auf silberfarbenem Grund wirkt hingescribbelt: "Hide [m]" steht da. Was sich dahinter versteckt, verrät dieser Name erst mal nicht. Er erzählt aber etwas über das Konzept: etwas verstecken (englisch: to hide). Nichts Verbotenes, sondern Kleidung von Designern, die sich mit ihrer Arbeit gegen den schnellen Modekonsum stemmen.
ModeDunkle Shirts aus dem Versteck
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Mit zwei Designern hat Holger Sedlmayer seinen Laden Hide-m aufgebaut. Mittlerweile führt er Mode von mehr als 20 überwiegend kleinen Produzenten.
Robert HaasHolger Sedlmayer lernte Finanzbuchhalter, heute verkauft er "Dark Fashion". Dafür kommen die Kunden schon mal aus Russland nach München. Über Kleidung als Kommunikationsmittel und eine Hosenmarke, die auch Brad Pitt besitzen soll.
Von Sabine Buchwald