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Mobilität:Alles aus einer App

Studie prüft Nahverkehrs-Lösungen für die gesamte Metropolregion

Von Andreas Schubert

Die Idee klingt ja eigentlich ganz nett: Man steigt in München oder Landshut in den Zug nach Traunstein oder Kaufbeuren, leiht sich am Ziel ein Carsharing-Auto oder Leihrad aus - und bucht respektive bezahlt das alles über eine einzige Smartphone-App. Geht es nach dem Verein Europäische Metropolregion München (EMM), soll dies irgendwann realisiert werden können. Dazu bedürfe es eines nachhaltigen und integrierten Mobilitätskonzeptes für die Region. Das Problem dabei ist: In der sogenannten Metropolregion sind 27 Landkreise, sechs kreisfreie Städte zwischen Eichstätt und Garmisch-Partenkirchen, Augsburg und Altötting sowie zahlreiche Verbände und Firmen organisiert. Sechs Millionen Menschen leben in diesem Gebiet. Und wenn es darum geht, ein komplexes Thema wie die Mobilität zu vereinfachen und zum Beispiel einheitliche Tickets für den öffentlichen Verkehr einzuführen, gibt es viel Gesprächsbedarf mit vielen Akteuren. Wie man diese an einen Tisch bekommen soll und welche Projekte man sinnvollerweise anpacken könnte, soll nun eine Studie klären, die der Verein, dem Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter vorsteht, in Auftrag gegeben hat. Die Beratungsunternehmen Drees & Sommer und Hendricks & Schwartz sollen herausfinden, wer mit wem am besten zusammenarbeiten könnte und wie man sich dafür vernetzt. Bis Ende 2018 sollen Ergebnisse vorliegen. Dann, so stellt es sich Wolfgang Wittmann, der Geschäftsführer des EMM vor, sollen die Angebote wie Bike- oder Carsharing auch auf einer Website veröffentlicht werden.

© SZ vom 02.11.2017

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