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Mitten in Freimann:Waldis willkommen

München ist eine Zamperlstadt - nach Jahren der Dackel-Flaute sind die Vierbeiner wieder im Kommen

In Ramersdorf-Perlach gab es nach einer Statistik aus dem Jahr 2016 am meisten Zamperl. Gefolgt von Bogenhausen. 35 500 waren es in München damals, und heute sind es gewiss viel mehr. Nach der großen Dackel-Flaute ist in Minga zum Glück wieder alles okay: "Waldi", der laut den Einheimischen unbedingt zum Stadtbild Münchens gehört und sogar zum Maskottchen der Olympischen Spiele wurde, ist wieder im Kommen.

Waldi und alle anderen Vierbeiner haben es im Sommer nicht leicht. Wenn es so heiß ist, wie es schon war und bald bestimmt auch wieder wird, dann ist das große Hecheln angesagt. Die Tiere suchen kühle Orte, wie die Herrchen, graben im Garten zum Beispiel Mulden ins Erdreich und halten darin ein Nickerchen. Sie suchen das Wasser, legen sich hinein - mancher Brunnen ist genau der richtige Platz. Wie auch der Eisbach, die Isar. Es gibt sogar Hunde, die liebend gerne Eiswürfel schlecken, durch Rasensprenger laufen und sogar Herrchen in die Dusche folgen wollen. Und in der Stadt München tut man auch was fürs Zamperl. Überall stehen Wasserschälchen. Beim Metzger, im Biergarten, in Restaurants. Sogar in großen Kaufhäusern, in die man seinen Hund angeleint mitnehmen darf, stehen Wassernäpfe. Meist ohne Kommentar. Das netteste Schild entdeckte die Hundeliebhaberin jedoch vor Kurzem in einem Baumarkt in Freimann. Gleich am Eingang stand - neben einem großen Wassertopf - schwarz auf orange, dass es viel zu heiß sei, um Hunde im Auto zu lassen. Man könne ihn mitnehmen, und er sei herzlich im Markt willkommen. Ja, München ist, trotz vieler Diskussionen um die Leinenpflicht, eben trotzdem eine Zamperlstadt.