Ferienprogramm:Stadt sucht dauerhaften Standort für Mini-München

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Ferienprogramm: Für die beliebte Spielstadt Mini-München will Stadtbaurätin Merk einen festen Platz suchen.

Für die beliebte Spielstadt Mini-München will Stadtbaurätin Merk einen festen Platz suchen.

(Foto: Leonhard Simon)

Eine Gruppe von Kindern fordert im Stadtrat einen Ort für ihre Belange und Bedürfnisse ein - und erzielt einen ersten Erfolg.

Von Sebastian Krass

Es war ein ungewöhnlicher Start in eine Stadtratssitzung: Die ersten Rednerinnen und Redner im Planungsausschuss an diesem Mittwoch waren acht Kinder. Sie stellten in einer Präsentation vor, was sie in einem viertägigen Workshop des Ferienprogramms "Mini-München" zum Thema Stadtplanung erarbeitet hatten: ein neues Nutzungskonzept für das Showpalast-Grundstück in Fröttmaning. Wo derzeit ein Theater steht, das nach dem Aus der Pferdeshow "Apassionata" kaum noch genutzt wird, soll ein dauerhafter Ort für Kinder und Jugendliche entstehen. Unter anderem einen Skatepark, einen Basketballplatz und ein Domizil für "Mini-München" wünschen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops. Ein solcher Ort fehle in München, es wäre "ein Zeichen der Wertschätzung", wenn die Stadt ihn in Fröttmaning schaffen würde. Das Areal sei gut erreichbar, dort störe es auch niemanden, wenn es mal laut wird.

Von den Stadträtinnen und Stadträten bekam das Team einhellige Anerkennung. "Eure Ideen sind sehr wertvoll", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Allerdings gab es auch den Hinweis, dass die Stadtwerke auf dem Grundstück einen Betriebshof für Busse und Trambahnen errichten wollen. Dazu solle sich der Stadtrat "nicht überreden lassen", sagte Jörg Hoffmann (FDP) und lieber die Belange der Kinder berücksichtigen. Stadtbaurätin Elisabeth Merk fand einen salomonischen Ausweg. Sie ließ sich vom Stadtrat beauftragen, "einen dauerhaften Standort für Mini-München zu suchen" und zu prüfen, ob das in Fröttmaning geht. Das Ergebnis wird sie dem Ausschuss vorstellen. Die Kinder von Mini-München sollten dann wieder kommen, sagte OB Reiter.

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