Migrationspolitik:Wohnprojekt für junge Geflüchtete

Viele Jugendliche, die 2015 und 2016 als Geflüchtete nach München kamen, leben nach wie vor in Jugendhilfe-Einrichtungen, obwohl sie mittlerweile volljährig sind. Der Stadtrat will diesen jungen Erwachsenen ermöglichen, in neu geschaffenen Wohngruppen unterzukommen. Denn auf dem Wohnungsmarkt hätten sie "keine Chance", wie die SPD-Stadtratsfraktion in einer Mitteilung schreibt. Sie fordert mehr Wohnprojekte für junge Menschen mit Fluchthintergrund: Konkret geht es um die Umwandlung eines bestehenden Jugendwohnheims an der Kistlerhofstraße in Sendling.

Das war in jüngster Zeit nur gering belegt, weil viele Bewohner mittlerweile volljährig sind und ausziehen mussten. Das Integrationsprojekt soll das dritte Projekt für junge Leute bis 27 Jahre mit Fluchthintergrund werden. Für das konkrete Vorhaben erhält der Betreiber Condrobs für das Haushaltsjahr 2022 knapp 1,2 Millionen Euro, dazu kommt ein einmaliger Zuschuss von maximal 61 000 Euro für Umbauarbeiten und die Ausstattung. Die Grünen als großer Koalitionspartner im Stadtrat unterstützen die Beschlussvorlage des Sozialreferats, fordern allerdings darüber hinaus, die Modellprojekte auch weiterzuentwickeln.

Es gehe auch darum, bei Bedarf flexibel zwischen Angeboten und Maßnahmen der Jugend- sowie der Wohnungslosenhilfe zu reagieren. So sei auch der Weg zurück offen in die Jugendhilfebetreuung, sagte Grünen-Stadträtin Clara Nitsche. Gerade für die jungen Menschen mit Fluchthintergrund "bauen wir die Angebote aus, die ihnen einen Start in ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen", so SPD-Fraktionschef Christian Müller.

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