Mietpreise Wohnen für 25 Euro pro Quadratmeter

Der Stadtteil Altstadt-Lehel gehört in München zu den teuersten.

(Foto: dpa)
  • Im Vergleich zum Herbst zahlt man in München für ein Reihenhaus jetzt 4,9 Prozent mehr Miete und für eine neugebaute Wohnung 3,9 Prozent mehr.
  • Seit dem Jahr 1995 haben sich die Mieten in der Stadt um etwa 80 Prozent erhöht.
  • Bei einer neugebauten Wohnung kostet der Quadratmeter mittlerweile zwischen 17 und 25 Euro.
Von Pia Ratzesberger

Es wäre einmal erfrischend, etwas anderes zu lesen, aber die Mieten in München sind erneut gestiegen. Während in anderen Städten in Bayern die Mieten im vergangenen halben Jahr nicht ganz so stark angestiegen sind wie zuvor, ist das in München anders: Im Vergleich zum Herbst zahlt man dem Immobilienverband IVD Süd zufolge jetzt für ein Reihenhaus 4,9 Prozent mehr Miete und für eine neugebaute Wohnung 3,9 Prozent mehr.

Seit dem Jahr 1995 haben sich die Mieten in der Stadt um etwa 80 Prozent erhöht - viel stärker als das Einkommen der Menschen, das im Schnitt nur um etwa 45 Prozent angestiegen ist. Die Münchner müssen also einen immer größeren Anteils ihres Einkommens für die Miete ausgeben.

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Bei einer neugebauten Wohnung kostet der Quadratmeter mittlerweile, je nach Ausstattung, zwischen 17 und 25 Euro. Bei den Wohnungen für 25 Euro pro Quadratmeter handelt es sich dem IVD zufolge um "hochwertige Objekte mit erstklassiger Ausstattung in sehr guter Wohnlage". Andere würde sagen: Luxuswohnungen. Bei Bestandswohnungen beginnen die Mieten bei 11,30 Euro - solche Wohnungen mit "einfachem Wohnwert" seien allerdings kaum noch vorhanden. Gängige Wohnungen kosteten eher um die 14 Euro, 16 Euro pro Quadratmeter, in sehr guter Lage auch schon einmal 21 Euro.

Ein eher einfaches Reihenhaus in einem Vorort wiederum, etwa aus dem Baujahr 1960, kostet demnach im Schnitt 1600 Euro Miete im Monat, ein Reihenhaus "in einer villenähnlichen Umgebung" 2150 Euro. Bei den neugebauten Reihenhäusern liegen die Preise noch entsprechend höher, um die 2100 bis 2375 Euro sind es dann.

Nach wie vor ist die Nachfrage nach Wohnungen in der Stadt viel größer als das Angebot, auch wenn im vergangenen Jahr so viele Wohnungen zum Bau freigegeben worden sind wie seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr: 11 910. Das waren fast 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zudem sind im vergangenen Jahr etwa 7800 neue Wohneinheiten in München fertiggestellt worden. Trotzdem steigen die Mieten auch im Umland immer weiter, vor allem überall dort, wo die Linien der S-Bahn verlaufen.

Innerhalb Münchens liegen die Mieten in den Stadtteilen Hasenbergl, Neuperlach Süd, Neuperlach und Riem am niedrigsten (im Schnitt jeweils um die 12, 13 Euro). In der Mitte finden sich zum Beispiel Laim, Giesing, Sendling und Thalkirchen mit Mieten um die 14, 15 Euro. Die teuersten Stadtteile sind dem IVD zufolge, in absteigender Reihenfolge: Altstadt-Lehel, Herzogpark, Ludwigvorstadt-Isarvorstadt, und die Maxvorstadt. Dort liegen die Mieten im Durchschnitt bei um die 18, 19 Euro pro Quadratmeter. Die Kaufpreise für Wohnungen allerdings steigen dem IVD zufolge seit langem stärker an als die Mieten. In den vergangenen 18 Jahren zum Beispiel seien erstere um 147 Prozent angestiegen, die Mieten aber "nur" um 60 Prozent.

Wer überlegt aus München wegzuziehen und weniger Miete zahlen möchte, der sollte sich nach Nordbayern orientieren: in Hof zum Beispiel beginnen die Mieten bei 3,50 Euro pro Quadratmeter, sehr gute Wohnungen kosten im Schnitt um die 7,20 Euro. Und ein neugebautes Reihenhaus nicht mehr als 1000 Euro Miete.

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