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Mieten:Studentenwohnung für 634 Euro Warmmiete

Studenten suchen Wohnungen

Nirgendwo in Deutschland zahlen Studierende so viel wie in München.

(Foto: Felix Kästle/dpa)
  • In München zahlen Studierende für eine typische Studentenwohnung inzwischen 634 Euro warm.
  • Der Preis ist in den letzten sechs Jahren um 30 Prozent gestiegen. Noch stärker fällt der Anstieg in Berlin aus, dort liegt die typische Miete allerdings nur bei 416 Euro.

Es geht weiter aufwärts: 634 Euro Warmmiete bezahlen Münchner Studenten für eine typische Studentenwohnung - 30 Quadratmeter, Einbauküche und nahe an der Uni. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Für den Studentenwohnpreisindex kooperiert das IW mit dem Internetportal Immobilienscout24, ausgewertet werden Mieten für typische Studentenwohnungen in 15 ausgewählten Städten. Auftraggeber der Untersuchung ist die Deutsche Real Estate Funds, ein auf Studentenwohnungen und kleine Apartments spezialisierter Immobilieninvestor.

Mit dem Ergebnis der Studie verteidigt München wieder einmal seinen zweifelhaften Spitzenplatz. Nirgendwo in Deutschland müssen Studenten - oder deren Eltern - so tief in die Tasche greifen wie in München, um sich die Miete leisten zu können. In den letzten sechs Jahren ist der Preis für eine typische Studentenbude in München laut IW um 30 Prozent gestiegen.

Noch stärker fällt der Anstieg mit 42 Prozent in Berlin aus. In der Hauptstadt werden allerdings nur 416 Euro Miete fällig. Am günstigsten leben Studenten in Leipzig mit 322 Euro Miete.

In den vergangenen zwei Jahren hätten die Mieten noch einmal stark angezogen, heißt es in der Studie weiter, "getrieben durch steigende Nachfrage und trotz Mietpreisbremse". In den Metropolen fehle es außerdem an WG-tauglichen und bei Studenten beliebten Zwei- und Dreizimmerwohnungen. "Ausländische Fachkräfte und junge Berufstätige ziehen in die Städte und treiben die Preise", sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

© SZ vom 12.04.2017 / hob/ebri
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