Ihre Kreativität, Talent und Humor gingen Hand in Hand mit dem Leid und der Ablehnung, die sie erfuhr. So bewegt das Leben der neuseeländisch-britischen Schriftstellerin Katherine Mansfield war, so kurz war es auch. Gerade mal 34 Jahre Lebenszeit reichten ihr aus, um die literarische Form der englischen Short Story mit großem Einfluss zu prägen. Ihr eher schmales Werk strotzt vor Schrägheit der Erzählung und subtilen Beobachtungen. Bevor die Schriftstellerin 1923 an Tuberkulose verstarb, war sie allerdings reichlich unbeliebt.
Gefesselt von der Widersprüchlichkeit ihres Lebens, hat die Münchner Bestsellerautorin Michaela Karl, die sich mit Biografien wie zuletzt der Tänzerin Isadora Duncan ("Lasst uns tanzen und Champagner trinken - trotz alledem!") einen Namen gemacht hat, sich nun der Biografie Katherine Mansfields gewidmet. Buchpremiere von "Ich brauche einen Liebhaber, der mich am Denken hindert" (btb) ist am 10. Oktober in der Buchhandlung Literatur Moths.
Michaela Karl: "Ich brauche einen Liebhaber, der mich am Denken hindert", Dienstag, 10. Oktober, 19.30 Uhr, Literatur Moths, Rumfordstraße 48, li-mo.com
