Der neue Direktor der Zoologischen Staatssammlung (ZSM) in München heißt Michael Matschiner. Am 1. Dezember hat er die Leitung dieser traditionsreichen Sammlung angetreten, die mit rund 23 Millionen Objekten zu den größten ihrer Art weltweit gehört. Praktisch das gesamte Tierreich ist in ihr vertreten, auch zahlreiche ausgestorbene Arten. Die Wissenschaftler leisten bedeutende Forschung zur zoologischen Systematik und zur Biodiversität. Matschiner übernimmt zugleich den Lehrstuhl für Systematische Zoologie an der Ludwig-Maximilians-Universität.
Das Spezialgebiet des Zoologen sind Fischpopulationen weltweit - von Buntbarschen im afrikanischen Tanganyikasee bis hin zu Eisfischen in der Antarktis. Seine wissenschaftliche Laufbahn brachte Michael Matschiner von der Universität Basel ans Allan Wilson Centre in Neuseeland, dann zurück in die Schweiz an die Universitäten in Basel und Zürich und schließlich nach Norwegen, wo er die Fischsammlung des Naturkundemuseums der Universität Oslo kuratierte. Jetzt kehrt der gebürtige Oberpfälzer nach Bayern zurück. Er folgt auf Sammlungsdirektor und Lehrstuhlinhaber Gerhard Haszprunar, der im März 2023 nach 28 Jahren an der ZSM in den Ruhestand wechselte.
„Solch eine Sammlung zu übernehmen, ist eine große Verantwortung. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe – mit allen ihren Herausforderungen. Diese umfangreichen Sammlungen eröffnen mir und meinen Forschungen sicher ein ganz neues Spektrum an Forschungsperspektiven“, sagt der Ichthyologe. Neben ihrem Forschungsauftrag unterstützt die Zoologische Staatssammlung die bayerischen Naturkundemuseen durch fachkundige Beratung und Ausstellungsobjekte. Die Expertise des Neuen wird auch bei der Konzeption von Biotopia, dem geplanten Naturkundemuseum Bayerns, eine entscheidende Rolle spielen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Professor Matschiner einen Sammlungsexperten und ausgezeichneten Evolutions- und Biodiversitätsforscher an die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns holen konnten“, sagt deren Generaldirektor Joris Peters.

