Theater:Dunkle Stunde

Das Metropoltheater zeigt Sarah Kanes radikales Stück "4.48 Psychose".

Morgens um 4.48 Uhr ist der Geist am klarsten. Dann scheint sich die Psychose für einen Moment zurückzuziehen, die Verwirrung abzunehmen. So zumindest soll es für die britische Autorin Sarah Kane gewesen sein. Kane litt an depressiven Schüben, was sie in ihrem Drama "4.48 Psychose" verarbeitete. Mit ihren fünf Stücken, zwischen 1995 und 1999 erschienen, wurde sie als eine der wichtigsten Autorinnen der Gegenwart gefeiert. Ihr letztes, "4.48 Psychose", wurde erst posthum aufgeführt, Kane beging am 20. Februar 1999 Suizid. Am Metropoltheater hat Jochen Schölch den radikalen Text, der ebenso Zwiegespräch wie Monolog sein könnte, inszeniert. Die Premiere wurde durch den Lockdown verzögert, nun erfolgt sie endlich am Freitag, 29. Oktober. Schölch hat das Stück mit zwei Personen besetzt: Judith Toth und Thomas Meinhardt holen die dunkle Stunde auf die Bühne.

4.48 Psychose, Premiere: 29. Oktober, 19.30 Uhr, Metropoltheater, Floriansmühlstraße 5, Telefon: 089/32 19 55 33

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