Die größere und traditionsreichere der beiden Messen, „Heim+Handwerk“, widmet sich dem Wohnen in all seinen Facetten: Es geht nicht nur ums Bauen und Sanieren, sondern auch um originelle Einrichtungsideen, clevere Energiekonzepte und hochwertig gefertigte Möbel. In diesem Jahr rückt vor allem das Bauen der Zukunft in den Fokus: Smart-Home-Technologien, energieautarke Gebäude und nachhaltige Materialien.
Zum ersten Mal gibt es in Halle A6 die „Werkfläche“, die sich aus verschiedenen Stationen zusammensetzt: An einer Ecke kann man selbst kreativ werden, an einer weiteren live beobachten, wie Handwerk entsteht und wieder an einer anderen spannenden Vorträgen lauschen. Am Samstag, 15. November, geht es zum Beispiel um Architekturpsychologie, also darum, wie Licht, Form und Farbe die Wahrnehmung von Räumen beeinflussen.
An allen Messetagen stehen auf der „Werkfläche“ Studierende der Hochschule Coburg bereit und beraten, wie sich das Beste aus dem eigenen Zuhause herausholen lässt. Das Angebot ist kostenlos, eine Voranmeldung genügt.
Wer selbst Hand anlegen möchte, findet hier außerdem zahlreiche Workshops – vom Basteln mit Trockenblumen für Weihnachten über die Herstellung von Duftsprays, Lippenbalsam oder Badesalz bis hin zum Bemalen von Jutebeuteln oder dem Anfertigen von Linolschnitten. Die Workshops sind allerdings nicht im Ticketpreis enthalten. Wer mitmacht, zahlt zwischen 20 und 35 Euro für Material.
Ebenfalls interessant in Halle A6 sind die Preisverleihungen, die zeigen, was das regionale Handwerk derzeit hervorbringt. Am Mittwoch zeichnet der Wettbewerb „Holz aus Bayern“ die besten Möbel aus heimischen Hölzern aus. Am Sonntag werden die besten Gesellenstücke des Jahres prämiert.
In Halle A5 gibt es das „Forum Das Haus“. Hier werden laufend Vorträge gehalten – etwa zu Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen, zur Schimmelprävention, zu häufigen Fehlern beim Immobilienkauf oder zur Frage: Sanieren oder verkaufen?
Aber nicht nur ums klassische Handwerk geht es: Auch das Handwerk des Schreibens wird thematisiert. Auf der „I mog di“-Fläche in Halle B6 lädt der auf bayerische Literatur spezialisierte Volk Verlag zu mehreren Lesungen ein. Mit dabei sind unter anderem die Autorin Bhavya Heubisch, die aus ihrem Roman über die Betrügerin Adele Spitzeder liest und der Dialektforscher Gerald Huber.

Mit dem Ticket bekommen Messegängerinnen und -gänger auch Zutritt zur parallel laufenden „Food & Life“ in den Hallen B5 und C1. Ein Highlight ist dort die Kochbühne. Vor Publikum werden hier jeden Tag leckere Speisen zubereitet, perfekt um sich den einen oder anderen Trick von den Expertinnen und Experten abzuschauen.
Gezaubert werden Gerichte aus aller Welt: westafrikanische Spezialitäten mit Kochbananen und Maniokwurzeln oder Pasta aus Italien. Die heimische Küche kommt ebenfalls nicht zu kurz: Die Gäste können zuschauen, wie bayerische Brezn gebacken werden, oder einer fränkischen Bäuerin über die Schulter schauen, die zeigt, wie man saisonal und regional kocht. Aber auch von Amateuren lässt sich so manches lernen: Am Sonntag zeigt ein Hobbykoch sein Können auf der großen Bühne – den Platz auf der Kochbühne gab es über Instagram zu gewinnen.

Der Durst kann währenddessen im „Cocktailbus“ in Halle C6 gestillt werden oder im neuen Bereich „Cocktail-Kultur“ in Halle B5, wo es allerlei alkoholische und alkoholfreie Getränke zu verköstigen gibt.
Zwei Preisverleihungen runden das Programm der „Food & Life“ ab: Beim „#foodchanger-Award“ wird ein innovatives kulinarisches Start-up gekürt, beim „Aperitivo Bavarese Award“ kreieren bayerische Barkeeper originelle Drinks, alle auf Basis desselben Aperitifs – und das Publikum darf mit abstimmen, wer es am besten gemacht hat.
Heim+Handwerk, Food & Life, 12. bis 16. November, Messe München, 9.30-18 Uhr, www.heim-handwerk.de, www.food-life.de

