Steinreich kann man bei der Munich Show wörtlich nehmen: Jedes Jahr kommen mehr als 1100 Ausstellerinnen und Aussteller aus mehr als 60 Nationen nach München. Dabei vereinen die Mineralientage die Welt der Edelsteine, Fossilien, Meteoriten und des Schmuckhandwerks. Die ersten beiden Tage sind dem Fachpublikum vorbehalten. Am 25. und 26. Oktober öffnet die Messe dann ihre Tore für alle Mineralienfans.
Die Messe gilt als wichtiger internationaler Branchentreffpunkt. Hier knüpfen Juweliere und Schmuckdesigner neue Kontakte. Hersteller kaufen Rohmaterial für kommende Kollektionen. Und Wissenschaftler nutzen die Gelegenheit Neuentdeckungen zu diskutieren. Über den Mineralienhandel hinaus präsentiert die Messe in sogenannten Sonderschauen zahlreiche Exponate aus aller Welt.
In diesem Jahr stehen europäische Mineralien im Mittelpunkt. Bei den Schauen zu Fossilien und Bodenschätzen zeigt sich die Vielfalt des Kontinents. Unter den Exponaten in Halle A4 befindet sich, neben den Urzeitgiganten und -zwergen Europas, auch ein Fossil einer neu entdeckten Lurchart aus der Triaszeit. Das Besondere: Der Fund trägt bislang noch keinen populärwissenschaftlichen Namen. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) hat die Messe deshalb einen Namenswettbewerb ins Leben gerufen. Bis Ende September konnten Vorschläge eingereicht werden. Der Gewinnername wird am Messestand des LfU feierlich bekanntgegeben.
Bereits hier zeigt sich die Zielsetzung der Munich Show: „Die Leidenschaft für schöne Steine und deren Weitergabe“, stehe laut dem Veranstalter im Mittelpunkt der Messe. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Kindern und Jugendlichen. Beim Goldwaschen, Edelsteinschleifen und Fossilienspalten können die jüngsten Gäste in Halle A4 spielerisch in die Welt der Mineralien eintauchen. Als besonderen Anreiz bietet die Messe ein vergünstigtes Familienticket.

Doch auch erwachsene Mineralienneulinge kommen auf ihre Kosten. Wer zu Hause einen Edelstein oder ein Schmuckstück liegen hat, kann es auf der Messe von Expertinnen und Experten begutachten lassen. Wer über den Kauf eines neuen Stücks nachdenkt, bekommt hier ebenfalls eine fachkundige Einschätzung zu Herkunft und Echtheit. Der wohl prominenteste Experte ist Julian Schmitz-Avila, bekannt aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Zum fünften Mal ist er mit seinem Bewertungsstand auf der Munich Show vertreten.
Außerdem gehört Schmitz-Avila zur Fachjury des Young Designer Corner Award 2025. Jedes Jahr werden besonders talentierte Nachwuchsdesignerinnen und -designer während der Mineralientage ausgezeichnet. Dabei erhalten sie die Gelegenheit, ihre Werke einem großen internationalen Publikum zu präsentieren.

Wer Lust hat, sich selbst im Schmuckdesign zu versuchen, kann dabei auf die Unterstützung von Experten zählen. Unter fachkundiger Anleitung können die Besucher in Halle B5 eigene Ohrringe und Colliers anfertigen. Man kann entweder direkt vor Ort mit dem Basteln beginnen oder die passenden Materialien mit nach Hause nehmen.
The Munich Show, Publikumstage: Samstag/Sonntag, 25./26. Oktober, Messegelände München, weitere Informationen und Tickets unter: munichshow.com/de

