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Meine Woche:Netzwerk für Newcomer

Miriam Grottenthaler arbeitet bei der Jugendstelle des katholischen Dekanats Pasing.

(Foto: Moses Omeogo)

Miriam Grottenthaler hilft jungen Zuzüglern, Kontakte zu knüpfen

Von Julius Bretzel

Die Arbeit und die Liebe - das sind laut Miriam Grottenthaler () die häufigsten Gründe, warum junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren nach München ziehen. "Für diese Menschen gibt es relativ wenig Möglichkeiten, sich zu vernetzen und Anschluss zu finden", sagt sie. Dagegen wollen sie und ihre Kollegen etwas tun - mit Hilfe von Cocktails.

Grottenthaler arbeitet bei der Jugendstelle des katholischen Dekanats Pasing, das zum Erzbistum München und Freising gehört. Zu den üblichen Aufgaben zählen die Beratung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. "Wir betreuen die Pfarrjugenden im Dekanat, die Ministranten und Jugendverbände, sind aber auch bei Schulprojekten aktiv", sagt sie. Die "Newcomer-Reihe" organisiert Grottenthaler gemeinsam mit ihrer Kollegin Hedwig Behl und Mitarbeitern der anderen Jugendstellen in München. Sie alle haben sich zum "Netzwerk Junge Erwachsene" zusammengeschlossen. "Einmal im Monat gibt es ein Event für alle, die neue Kontakte knüpfen wollen. Ganz unkompliziert, ganz zwanglos", sagt sie. Bisher gab es ein Dinner und einen Bowling-Abend.

Für das nächste Treffen am Sonntag, 10. November, ist ein Cocktail-Abend im Café Klatsch an der Landsberger Straße 509 geplant, bei dem die "Newcomer" Drinks mixen und durchprobieren und - im besten Fall - einander kennenlernen. Alkohol helfe dabei, ins Gespräch zu kommen, scherzt Grottenthaler und fügt hinzu, dass es natürlich auch alkoholfreie Cocktails gebe. "Der Aufwand für den Abend hält sich in Grenzen", sagt die Diplom-Theologin. "Wir besorgen die nötigen Zutaten und der Veranstaltungsort steht auch fest." Beim Dinnerabend sei es wesentlich schwerer gewesen, passende Räumlichkeiten zu finden. Die größte Arbeit sei, wie bei jedem "Newcomer"-Termin, die Öffentlichkeitsarbeit, die besonders in der Woche vor dem Event wichtig ist. "Wir bewerben die Reihe vor allem im Internet, auf Facebook oder Spontacts, weil dort auch die Zielgruppe nach Veranstaltungen sucht. Dafür müssen wir beispielsweise auch Flyer entwerfen."

Nebenbei plant das Team bereits die nächsten Veranstaltungen zum Knüpfen neuer Kontakte. "Wir haben schon viele Ideen", sagt Grottenthaler und zählt auf: ein "Weihnachtsmarkt-Hopping", im Sommer auch Spiele im Englischen Garten sowie ein Tollwood-Besuch. So soll es für junge Menschen, die neu in der Stadt sind, noch zahlreiche Möglichkeiten geben, zu fragen: "Na, wieso bist du in München?"

© SZ vom 04.11.2019
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