Mehr Reichweite Brennstoffzelle statt Batterie

Gibt es noch etwas anderes als Batterie-getriebene Elektroautos? Bei all der Begeisterung für Autos mit Akkus an Bord geht eine andere Technologie fast unter: Autos werden mit Wasserstoff betankt, eine Brennstoffzelle an Bord wandelt den Wasserstoff in Strom um, mit dem wiederum ein Elektromotor gespeist wird. Aus dem Auspuff kommt nur Wasser. Der Gaskonzern Linde setzt voll auf diese Technologie, auch Autobauer wie etwa Daimler glauben, dass sich die Brennstoffzelle durchsetzt. Linde will dies auch zeigen - und startet deshalb im Sommer ein Carsharing-Projekt. 50 Hyundais mit Brennstoffzelle will Linde in München anbieten. Wie bei anderen Carsharing-Anbietern sollen die Nutzer die Autos per Smartphone-App finden und buchen - und sie nach der Fahrt im jeweiligen Stadtviertel wieder am Straßenrand abstellen können. Während Batterie-Autos noch lange Ladezeiten aufweisen, lassen sich die Wasserstofftanks laut Linde ähnlich schnell füllen wie ein Benzintank. Zudem kämen die Wasserstoff-Autos mit mehr als 400 Kilometer Reichweite weiter als die meisten Batterie-Konkurrenten. Umweltschützer indes kritisieren, die Energiebilanz der Wasserstoff-Autos sei miserabel: Das CO₂, das bei der Verbrennung des Wasserstoffs eingespart werde, entstehe bei der Herstellung. Linde verspricht, der Wasserstoff für das Münchner Projekt werde aus nachhaltiger Produktion per Elektrolyse gewonnen.