Maxvorstadt:Selber putzen ist zu teuer

Öffentlicher Besenschrank am Josephsplatz scheitert an Kosten

Von Ilona Gerdom, Maxvorstadt

Wie an anderen öffentlichen Plätzen in München sammeln sich auch am Josephsplatz Müll, Flaschen und Glasscherben. Deshalb schlugen Mitglieder des Bezirksausschusses (BA) vor, dort eine Besenstation aufzustellen. Weil die Kosten dafür zu hoch sind, fand die Idee in der jüngsten Sitzung keine Mehrheit.

Ein Schrank mit Besen, Handbesen, Schaufel und einer kleinen Nische für Pfand. So stellten sich einige Lokalpolitikerinnen und -politiker von Grünen und SPD das Projekt vor. Damit, so die Hoffnung, könnte man Menschen dazu bringen, ihren Abfall selbst zu beseitigen. Für die Errichtung wäre der Verein Green City zuständig gewesen. 3691,50 Euro hätte das Ganze laut Kostenvoranschlag der Gruppe kosten sollen. Nach Ansicht der meisten BA-Mitglieder ist das aber zu viel Geld.

Außerdem schaffe man damit einen Präzedenzfall, warf Mathias Popp (SPD) ein. Er befürchtete, dass damit an anderen Stellen im Viertel ebenfalls Forderungen nach einer Putzstation laut würden: "Wir können nicht überall für so viel Geld Besenkammern aufstellen." Zwar regten einige Lokalpolitiker an, den Do-it-yourself-Kasten wenigstens einen Sommer lang zu testen, letztlich entschied sich das Gremium aber mit einer Mehrheit von zwei Stimmen dagegen.

© SZ vom 12.07.2021
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