Maxvorstadt:Schlangenbrunnen ist ein Denkmal

Bronze-Kunstwerk an der Königinstraße steht unter Schutz

Von Stefan Mühleisen, Maxvorstadt

In absehbarer Zeit werden von der alten Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) am Englischen Garten nur noch drei Rudimente übrig sein, die an die lange veterinärmedizinische Vergangenheit dieses Standorts erinnern: Das Bibliotheksgebäude bleibt erhalten, dazu das schmucke Eingangstor an der Veterinärstraße, welches längst unter Denkmalschutz steht - und nun hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege auch den so genannten Schlangenbrunnen an der Königinstraße in die Liste der geschützten Bauwerke Bayerns aufgenommen.

Auf einer kreisrunden Schale aus Naturstein erhebt sich dort eine Bronze-Schlange, 1958 geschaffen von Lothar Dietz, gegossen von Hans Mayr: das Attribut des Asklepios, griechischer Gott der Heilkunde; und der Äskulapstab, eine Schlange, die einen Stab umwindet, ist das Symbol der medizinischen Berufe. Doch was dieses Symbol versinnbildlicht, wird an dieser Stelle bald nicht mehr existieren: Die Tierärztliche Fakultät zieht sukzessive nach Oberschleißheim um und wird am Englischen Garten dem groß angelegten Neubau des modernen Physik-Campus der LMU Platz machen.

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