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Maxvorstadt:Klagen über Lärm und Müll

Anwohner wehren sich gegen Sitzbänke vor ihrer Haustür

Von Stefan Mühleisen, Maxvorstadt

Vor gut zwei Jahren erging vom Rathaus-Chefsessel aus die Direktive, dass die Bürger es im öffentlichen Raum bequemer, konkret die Möglichkeit haben sollen, sich einfach mal irgendwo niederzulassen, ohne Konsumzwang. So brachte das Baureferat allerlei Sitzbänke in die Stadtviertel, auf denen sich aber auch prima dies und das konsumieren lässt, die Reste dann einfach dagelassen werden.

Das erfreut nicht jeden, besonders nicht so manche Hausbewohner im Zwickel Dachauer Straße/Karl- und Augustenstraße. Eine Bürgerin hat das städtische Baureferat jetzt gebeten, die sechs Bänke in diesem Bereich wieder zu entfernen, "da mit der Erhöhung der Aufenthaltsqualität auch verstärkt Lärmbelästigung und Vermüllung" einhergingen. Schon im Herbst 2019 seien mehrere ähnlich formulierte Anfragen eingegangen, heißt es in einem Schreiben an den Bezirksausschuss (BA).

Ausweislich des Papiers erbat die Behörde die Einschätzung der Lokalpolitiker, ob die Sitzbänke nun bleiben dürfen, abmontiert oder vielleicht woanders hingestellt werden sollen, also ein "Alternativstandort" gewünscht sei. Das Gremium wünscht dies nicht, wie in der BA-Sitzung deutlich wurde: Die Sitzbänke, so der mehrheitlich gefasste Beschluss, sollen dort bleiben, wo sie sind.

© SZ vom 11.11.2020
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