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Maxvorstadt:Der Traum vom Park

Seit Jahren soll der Grünspitz an der Nordendstraße aufgewertet werden

Von Stefan Mühleisen, Maxvorstadt

An prächtigen Monumenten aus Stein und Beton herrscht kein Mangel in der Maxvorstadt, an grünen Erholungsflächen schon. Dieses innerstädtische Stück Stadt ist lange schon ziemlich zugebaut, weshalb es für die lokale Politik zur guten Tradition gehört, um jeden Baum und jede noch so kleine Grünfläche zu kämpfen. Seit mindestens acht Jahren zum Beispiel fordert der Bezirksausschuss (BA) von der Stadt immer wieder, einen zwar winzigkleinen, aber exponiert gelegenen Grünspitz endlich aufzuwerten. Bisher erfolglos, zum Missfallen des Gremiums. "Was kann der Bezirksausschuss tun, um die Planung zumindest abschnittweise voranzubringen?", heißt es in einem unlängst beschlossenen Antrag der Grünen.

Es geht um einen Zwickel an der Ecke Barer Straße/Neureuther- und Nordendstraße, für den sich die Anwohner den Namen "Neureuther Platz" ausgedacht haben. Schon 2012 hatte das Gremium auf die "Schaffung eines urbanen Platzes" an der Stelle gedrungen; es folgte die Antwort des Baureferats, dass dies "im Zuge einer künftigen Straßensanierung umgesetzt werden" könne. Es passierte nichts, weshalb der BA 2018 und 2019 wieder nachlegte.

Inzwischen kam es, wie zu vernehmen war, zwar zu einem Ortstermin mit Behördenvertretern, doch der dreieckige Flecken ist immer noch ein unschönes, zumeist als Hundeklo genutztes Straßenbegleitgrün. Sichtlich missvergnügt richtet der BA nun erneut die Anfrage an die Stadt, wann mit einer Umgestaltung zu rechnen, wie der Stand der Planungen sei. Womöglich, so heißt es in dem Papier, gebe es eine kostengünstige Lösung, "um möglichst bald einen wohnortnahen, kleinen grünen Platz herzurichten".

© SZ vom 06.08.2020

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