Süddeutsche Zeitung

Lokalrunde:Edles Bayern, klassisches Italien

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Mit der Max-Emanuel-Brauerei und der Trattoria Mia eröffnen zwei typische Beispiele für die Münchner Gastronomie.

Von Franz Kotteder

Wer früher schon mal hier drin war - und welcher Münchner, welche Münchnerin war das nicht? -, wird das Lokal kaum wieder erkennen. Aus dem stark heruntergewohnten Wirtshaus der Max-Emanuel-Brauerei ist ein sehr schickes, bayerisches Restaurant geworden. Im Sommer hat bereits der Biergarten im Hinterhof mit 550 Plätzen aufgemacht, jetzt haben die drei Wirte Daniel Pietsch, der zugleich auch Küchenchef ist, Oscar Schlehaider und Konstantin Schottenhamel (aus der berühmten Münchner Festwirts-Dynastie) auch das Restaurant eröffnet. Vom Kachelofen bis zum Hirschgeweih wurde hier alles neu interpretiert, aber ebenso zurückhaltend wie einfühlsam. Gastraum und Saal sind überwiegend mit Eichenholz vertäfelt. Der große Saal, in dem einst die legendären "Weißen Feste" stattfanden, ist jetzt ein zweigeteilter Restaurantbereich. Die Speisekarte ist noch am Wachsen, aber der Krustenbraten vom Bioschwein mit zweierlei Knödel und Krautsalat ist seine 17,90 Euro tatsächlich wert. Und den hervorragenden Kaiserschmarrn gibt es in zwei Größen (9,90 und 13,90 Euro), und zwar mit Zwetschgenröstern und einem traumhaft-cremigen Apfelmus, dessen Zubereitung man sich erzählen lassen sollte (Max-Emanuel-Brauerei, Adalbertstraße 33, Montag bis Samstag 18-1 Uhr, Sonntag 18-22 Uhr, vom 15. September an auch mittags geöffnet, Telefon 51 81 81 17, max-emanuel.de).

Neuzugang in der Schwanthalerstraße

Ein bayerisches Wirtshaus ist typisch für München, aber fast genauso typisch ist ein italienisches Ristorante. Rund 500 soll es davon in München und drumherum geben. Und jetzt kommt ein weiteres hinzu. In der Schwanthalerstraße 12 eröffnet am Freitagabend die Trattoria Mia auf zwei Etagen und mit einer Terrasse im Innenhof, im ersten Stock gibt es auch noch eine Bar. Hausgemachte Pasta, ein eigener Pizzaofen und überhaupt eine klassische, aber modern interpretierte italienische Speise- und Getränkekarte haben Inhaber Frank Mansory und Betriebsleiter Carlo Capuano zu bieten. Mansory ist ein alter Hase, was internationale Küche angeht. In der Schwanthalerstraße führte er schon die Shishabar Millenium, den Griechen Vathos und ist jetzt beteiligt am asiatischen Crossover-Restaurant Sojo im Deutschen Theater. An der Leopoldstraße betreibt er im sogenannten Schweinchenbau den Texmex-Laden Tijuana und in Tutzing die Taverna Santorini. Am Freitagabend ist nun große Eröffnungsfeier in seiner italienischen Trattoria Mia. Fehlt eigentlich nur noch ein bayerisches Wirtshaus (Trattoria e Bar Mia, Schwanthalerstraße 12, täglich 11-1 Uhr, www.lamiatrattoria.de).

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