Leicht macht es einem der Kabarettist Matthias Egersdörfer nie. Es braucht schon einen Schuss Masochismus, seiner verbal Amok-laufenden Figur zuzuschauen, die erst unmerklich, dann gezielt übersteigert die Spießigkeit, die Vorurteile und die Misanthropie enttarnt, die in gewissen Anteilen in jedem von uns schlummern. Und stets wird auch das Publikum zur Zielscheibe seiner Ausbrüche. Entschädigt wird man dafür durch die wilden Fantasien, in die bei ihm die Realität abkippt, und mit dem schwarzen Humor, der seine Bloßstellung des Allzumenschlichen durchzieht. Bei Egersdörfer kann man in der Tat von einem kathartischen Effekt sprechen.
Neues „Carmen“-Kabarett von Matthias EgersdörferEin Abend mit maximaler Verstörungskraft
Lesezeit: 1 Min.

In ihrem dritten „Carmen“-Stück brechen Matthias Egersdörfer und Claudia Schulz wieder verstörend mit jeder Etikette und Bühnenkonvention.
Kritik von Oliver Hochkeppel

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