Filmemacher Marcus H. Rosenmüller„Ich mag Sachen, die nur dazu dienen, Leute glücklich zu machen“

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Glaubt an den Hoffnungsschimmer am Horizont: der bayerische Filmemacher Marcus H. Rosenmüller.
Glaubt an den Hoffnungsschimmer am Horizont: der bayerische Filmemacher Marcus H. Rosenmüller. Felix Hörhager/dpa

Seit seiner Kindheit bewundert Marcus H. Rosenmüller die Komik von Stan Laurel und Oliver Hardy. Wie ihn das Duo geprägt hat und was jeder von den beiden lernen kann, erklärt er im Gespräch. Parallelen zu seinen neuen „Pumuckl“-Episoden gibt es auch.

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Marcus H. Rosenmüller hat nicht viel Zeit. Der Regisseur befindet sich mitten in der Mischung zum neuen „Pumuckl“-Spielfilm, der am 30. Oktober in den Kinos anläuft. Parallel arbeiten er und sein Team an der zweiten Staffel der Serie „Neue Geschichten vom Pumuckl“, die Ende des Jahres herauskommen soll. Außerdem ist Rosenmüller, den alle Rosi nennen, die je seinen ansteckenden Esprit erleben durften, noch immer Professor in der Abteilung Kino- und Fernsehfilm an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF).

Es ist Ende Juli, und vor dem lang ersehnten Urlaub ist noch viel zu tun. Zeit für ein kurzes Gespräch über Hoffnung schenkende Kunst nimmt sich Rosi dennoch. Denn er mag zwar Realist sein, etwa, wenn er auf die Krisen dieser Welt blickt. Aber er bleibt Optimist. Immer.

Daran sind auch Stan und Ollie schuld, die er als „bestes Heilmittel“ in allen Lebenslagen empfiehlt. „Wer etwas über Hoffnung lernen will, muss sich die beiden anschauen“, sagt der 52-Jährige über das weltberühmte Komiker-Duo Stan Laurel (1890 bis 1965) und Oliver Hardy (1892 bis 1957).

Was fasziniert ihn so daran? „Die Hoffnung stirbt nie bei denen. Egal, welche Konflikte und Schwierigkeiten daherkommen, auch wenn alles zerstört ist – es ist nur eine Aufmunterung: Ab jetzt wird es wahrscheinlich bergauf gehen.“ Am liebsten mag er den oscarprämierten Kurzfilm „The Music Box“, auf Deutsch: „Der zermürbende Klaviertransport“ aus dem Jahr 1932.

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„Man kann dabei so schön lachen“, schwärmt Rosenmüller, der alle Kurz- und Langfilme des oscarprämierten Duos kenne, wie er sagt. „Man kann dabei immer noch so schön lachen, muss es eigentlich heißen“, präzisiert er. Denn ihre Komik sei zeitlos. „Was an den beiden so fantastisch ist: Es menschelt. Die tun sich zwar auch mal weh, aber da ist eine Liebe.“

Rosis Liebe zur Kunst von Stan und Ollie ist eine Liebe, die bei dem in Tegernsee geborenen und in Hausham aufgewachsenen Oberbayern weit zurückreicht. Schon als Kind habe er immer die Fernsehprogramme durchforstet. „Wenn die Langfilme ‚Zwei ritten nach Texas‘ oder ‚Fra Diavolo‘ gekommen sind, dann hatte ich wochenlange Vorfreude.“ Pflicht war auch „Die Klamottenkiste“. In dem BR-Slapstick-Programm wurden regelmäßig Stan-und-Ollie-Kurzfilme gezeigt.

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Rosis Liebe zum Slapstick hat abgefärbt auf seine Haltung als Filmemacher („Wer früher stirbt, ist länger tot“). Er sehe sich durchaus „als Übermittler von dieser Art Lebenseinstellung“, sagt er. Er wolle das, wofür die Komiker stehen, weitertransportieren. Auch Louis de Funès oder Jim Carrey seien diesbezüglich Vorbilder. „Ich mag Sachen, die nur dazu dienen, Leute glücklich zu machen.“

Auch der Pumuckl soll die Leute glücklich machen. Und er tut es. Rosenmüller hatte – wie auch die Produzenten, Autoren und Schauspieler – viel gewagt, als er sich vor ein paar Jahren auf das Remake der beliebten Münchner Kultserie um den reimenden Kobold eingelassen hat. Der Plan ist aufgegangen. Kritiker und Publikum lieben die erste Staffel, nun soll im Winter 2025/2026 die zweite folgen. Davor gibt es, wie erwähnt, den Kinofilm „Pumuckl und das große Missverständnis“.

Zu Rosenmüller passt der Pumuckl wie das Bairisch zum Meister Eder. Auch hier spielt Slapstick eine große Rolle. Die hoffnungsfrohe Haltung von Stan und Ollie scheint ebenfalls auf. Rosi sagt: „Der Pumuckl ist ein Kobold, der kann schon mal zornig werden. Aber der Motor ist immer das Positive und die Sehnsucht nach was Schönem.“

In der SZ-Serie „Ein Stück Hoffnung“ empfehlen Künstler aus München und Bayern Werke, die sie optimistisch stimmen.

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