Was kann Sprache ausrichten? Manchmal gar nichts, vordergründig. „Räum die Wörter weg / und sieh“, beginnt ein „Antigedicht“ von Friedrich Ani, und es endet so: „Räum die Wörter weg / und sieh / die Braut ohne Beine / Eine Mine war’s / Der Krieg war’s / Räum die Wörter weg / und weine“.
Neue Lyrik – ein ÜberblickDen Wörtern Raum geben
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In neuen Gedichtbänden schweifen Münchner Schriftstellerinnen und Schriftsteller vom Ich zum großen Ganzen – wie Friedrich Ani, Augusta Laar, Karin Fellner, Peter Sipos und Mira Mann beispielhaft zeigen.
Von Antje Weber, München
