Festspiele in Wunsiedel:Der Kaiser gähnt

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Festspiele in Wunsiedel: Direkt am Eingang zum größten europäischen Felsenlabyrinth: die Naturbühne der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel. Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, melden sich beim Festival-Team, um barrierefrei ins Theater zu gelangen.

Direkt am Eingang zum größten europäischen Felsenlabyrinth: die Naturbühne der Luisenburg-Festspiele Wunsiedel. Besucher, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, melden sich beim Festival-Team, um barrierefrei ins Theater zu gelangen.

(Foto: Luisenburg-Festspiele)

Ex-Fußballer Jimmy Hartwig gibt auf der Luisenburg Kaiser Joseph II. in Peter Shaffers "Amadeus" - einer von fünf Eigenproduktionen.

Von Jutta Czeguhn, Wunsiedel

Mit einem Gähnen beginnt Mozarts trauriges Ende in Peter Shaffers Stück "Amadeus". Man hört gerade seinen neuesten Geniestreich, den "Figaro", Mozarts Gegenspieler Salieri beißt sich neidvoll in die Faust, woher nimmt dieser alberne Mensch diese Perfektion? Doch da, Kaiser Joseph II. gähnt für alle sichtbar, und Salieri triumphiert. Bei den Luisenburg-Festspielen wird Jimmy Hartwig, Ex-Fußball-Nationalspieler, den musikalisch ziemlich überforderten Kaiser Joseph II. geben. Premiere auf der Freilichtbühne ist am 10. Juni, eine öffentliche Generalprobe ist für den 26. Mai angesetzt. Die neue Saison in Wunsiedel steht unter das Motto "Fremde Welten". Neben "Amadeus" (Regie: Veronika Wolff) kommen insgesamt vier Eigenproduktionen auf die Bühne: Da ist das Musical "Sister Act" (11. Juni) mit Zodwa Selele als Deloris. Sie ist im oberfränkischen Kirchenlamitz aufgewachsen und hat in Sister Act schon als Schülerin gesungen. Von der Ur-Deloris Whoopi Goldberg wurde sie 2010 persönlich für die deutsche Erstaufführung des Musicals unter über 100 Bewerberinnen für die Hauptrolle ausge sucht.

Festspiele in Wunsiedel: Whoopi Goldberg persönlich hat Zodwa Selele für die Rolle der Deloris bei der deutschen Erstaufführung des Musicals "Sister Act" ausgewählt. Der Auftritt bei den Luisenburg-Festspielen ist nun quasi ein Heimspiel, sie stammt aus Oberfranken.

Whoopi Goldberg persönlich hat Zodwa Selele für die Rolle der Deloris bei der deutschen Erstaufführung des Musicals "Sister Act" ausgewählt. Der Auftritt bei den Luisenburg-Festspielen ist nun quasi ein Heimspiel, sie stammt aus Oberfranken.

(Foto: Luisenburg-Festspiele)

Ein Spektakel mit Luft- und Bodenakrobatik verspricht die Luisenburg-Version von Shakespeares letztem Stück, "Der Sturm", dieses rätselhafte Insel-Werk, in dem es um Schiffbruch, Zauberei, Liebe und Versöhnung geht. Premiere der Inszenierung von Birgit Simmler ist am 24. Juni. Ein Auftragswerk für die Luisenburg-Festspiele ist "Zeitelmoos", ein Fantasy-Musical. Buch und Songtexte stammen von Hartmut H. Forche, die Komposition von Eric Allaman, die beiden haben sich ausgiebig in der Sagenwelt des Fichtelgebirges umgesehen (Premiere: 8. Juli). Und dann ist da noch ein norwegischer Musik-Export, den man sich ebenfalls gut vorstellen kann in den Wälder und Felsspalten Oberfrankens: "Trolle unter uns" heißt das Familienmusical, für die Luisenburg geschrieben und komponiert von Øystein Wiik und Gisle Kverndokk (Premiere schon am 1. Juni).

Die Eigenproduktionen werden ergänzt durch Gastspiele der Kammeroper Köln mit der Operette "Das Land des Lächelns" und der Landesbühne Sachsen mit "Hänsel und Gretel". Im Konzertprogramm spielen unter anderem Ringlstetter & Band, Django 300, Chris de Burgh und Beth Hart.

Luisenburg-Festspiele, Wunsiedel, 1. Juni bis 1. September, Infos zum Programm und Karten unter www.luisenburg-aktuell.de

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