Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt Sicherheitslücke

Eng, bedrängt, gefährlich: 200 Meter Radweg fehlen an der gut genutzten Paul-Heyse-Straße.

(Foto: Florian Peljak)

Bezirksausschuss fordert Bau einer Fahrradspur an der Paul-Heyse-Straße zwischen Schwanthaler- und Bayerstraße

Von Birgit Lotze, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

An und für sich gilt die Paul-Heyse-Straße für Radfahrer, die zwischen Süd und Nord unterwegs sind, als eine der Hauptrouten durch die Stadtmitte. Allerdings werden Radler, die aus der Ludwigsvorstadt zur Maxvorstadt unterwegs sind, an der Schwanthalerstraße schon vor der Unterführung jäh unterbrochen: Die Radspur führt nicht weiter, der Radler muss sich entscheiden, ob er sich in den an dieser Stelle gefährlichen Autoverkehr einfädelt oder auf dem dort verbreiterten Gehweg weiter radelt.

Die meisten Radfahrer wählen den Gehweg. Doch dort kann es für sie und für die Fußgänger eng werden. Denn der an der Schwanthalerstraße fast drei Meter breite Plattenweg wird auf den 200 Metern zur Bayerstraße und Paul-Heyse-Unterführung deutlich schmaler. An einigen Stellen balancieren Radler und Fußgänger aneinander vorbei, eingeengt von parkenden Autos, Pfosten und Parkscheinautomaten.

Der fehlende Radstreifen ist immer wieder Thema in der Ludwigsvorstadt, auch in der jüngsten Bürgerversammlung. Die Grünen im Bezirksausschuss haben nun einen Antrag auf den Weg gebracht, der Abhilfe schaffen soll. Sie fordern eine Umgestaltung - "um die Sicherheit und Durchgängigkeit zu gewährleisten". Der Rad-Gehweg solle zum reinen Gehweg werden, schließlich gebe es keine gesetzlichen Voraussetzungen für einen so stark frequentierten kombinierten Geh- und Radweg. Auch für die Radfahrer solle der Abschnitt zwischen der Schwanthaler- und der Bayerstraße gesetzeskonform und sicherer gestaltet werden, als Radweg oder als Fahrradstreifen.

Der Zustand der Paul-Heyse-Straße sei in dem Straßenabschnitt in beide Richtungen für eine Fahrrad-Hauptroute inakzeptabel, begründen die Grünen ihren Antrag. Die bei Hauptverbindungen angestrebte Geschwindigkeit von 15 bis 20 Stundenkilometern werde weit unterschritten. Der neue Radstreifen soll das in der Straßenverkehrsordnung vorgesehene Minimum von 2,50 Metern Breite haben.

Ob da die Parkplätze noch bestehen bleiben können, ist wohl fraglich. Auch die Grünen deuten es an: Es sei nicht einsichtig, warum im Abschnitt der Paul-Heyse-Straße zwischen der Landwehrstraße und der Schwanthalerstraße ein absolutes Halteverbot bestehe, doch zwischen der Schwanthalerstraße und der Bayerstraße 30 Parkplätze ausgewiesen seien, obwohl es dort gar keine direkten Anlieger und nur wenige Geschäfte auf der gegenüberliegenden Seite gebe, schreiben sie in ihrer Begründung.