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Ludwigsvorstadt/Schwanthalerhöhe:Regeln gegen das Verkehrschaos

Grün-Rot fordert Mobilitätskonzept für die Wiesn samt Auf- und Abbau

Von Thomas Kronewiter, Ludwigsvorstadt/Schwanthalerhöhe

Umwelt- und anwohnerverträglich zugleich soll es sein: Die Rede ist von einem Mobilitätskonzept für das Oktoberfest, und zwar nicht nur während der Wiesn selbst, sondern auch während der mehrmonatigen Auf- und Abbauphasen. Die Rathaus-Fraktionen von Grüne/Rosa Liste sowie von SPD/Volt haben in einem Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im Einzelnen gefordert, während des Auf- und Abbaus "so lange wie möglich" eine Querungsmöglichkeit für den Fuß- und Radverkehr auf der Ost-West-Achse, also via Matthias-Pschorr-Straße, sicherzustellen. Die Schaustellerstraße, also die Nord-Süd-Achse, soll ebenfalls nach Möglichkeit frei gehalten werden. Für Reisebusse fordern die Politiker An- und Abfahrtszonen, welche die Anwohner nicht unnötig beeinträchtigen, an geeigneter Stelle auch einen Shuttle-Service. Das Konzept soll schließlich Besucher bereits vor den Toren der Stadt motivieren, das eigene Auto am Park-and-Ride-Parkplatz abzustellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Festwiese zu kommen.

Die Zeit bis zum nächsten Oktoberfest, frühestens im Herbst 2021, wollen die Rathaus-Fraktionen für Überlegungen genutzt wissen, wie der Verkehr besser organisiert werden kann. Dabei sehen sie die Theresienwiese als eine wichtige Verkehrsachse zwischen den Stadtbezirken Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe und Sendling. Die Verkehrssituation zur Oktoberfestzeit selbst sowie während der Auf- und Abbauphasen sei besonders für die angrenzenden Stadtviertel, aber auch für den gesamten Innenstadtbereich, seit vielen Jahren nicht zufriedenstellend. "Sie wird von Jahr zu Jahr unerträglicher", heißt es im Antrag. Während der Auf- und Abbauzeit des Oktoberfestes gelte die Theresienwiese als Baustelle, sei daher umzäunt und von Anfang Juli bis Anfang November, das heißt fünf Monate im Jahr, für die Bürger nicht oder nur teilweise frei zugänglich. Dies führe zu stark eingeschränkten Querungsmöglichkeiten.

Die Umlandgemeinden wollen die Rathaus-Politiker in die Konzeption miteinbeziehen.

© SZ vom 18.11.2020
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