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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Zebrastreifen in Regenbogenfarben

Die Stadt soll in der Isarvorstadt Zeichen setzen für Toleranz

Aus Anlass des fünfzigsten Bestehens der weltweiten CSD-Bewegung für die Rechte queerer Menschen sollen einige Zebrastreifen in Münchens Schwulenviertel in Regenbogenfarben leuchten. Das hat der Bezirksausschuss am Dienstag auf Antrag der Grünen mehrheitlich gefordert. Die Stadtverwaltung solle die Zebrastreifen am Gärtnerplatz, in der Thalkirchner Straße (Stephansplatz) und an der Ecke Holz- und Westermühlstraße einfärben. Der Regenbogen, das Symbol für die Vielfalt sexueller Identitäten, könne im Jubiläumsjahr neben den Ampel-Pärchen einen deutlichen Hinweis geben, dass die Stadt es ernst meine und zu hundert Prozent hinter queeren Bürgern und Bürgerinnen stehe - und deren Akzeptanz kontinuierlich fördern wolle. CSU-Fraktionsvorsitzender Florian Florack wollte die Zebrastreifen schwarz-weiß belassen, er hielt es nicht für richtig, sich mit politischen Anliegen in die Straßenverkehrsordnung einzumischen: "Ein Zebrastreifen ist eine Schutzeinrichtung." Deshalb wurde der Antrag dahingehend ergänzt, dass die Sicherheit gewährleistet bleiben müsse. Die Grünen sind zuversichtlich, dass dieser Zusatz die Umfärbung nicht verhindern wird. In anderen Städten, in Köln, Wien, Paris, London und Zürich, seien keine negativen Erfahrungen mit der Sicherheit gemacht worden. In Paris seien die Regenbogen-Zebrastreifen sogar dauerhaft eingerichtet worden.