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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Todesurteil an der Geyerstraße

Die Ludwigsvorstadt hat eine besondere Beziehung zur Revolution von 1918. Dort begann die Revolution am 7./8. November auf der Theresienwiese, dort gründeten sich der erste Arbeiter- und Soldatenrat im Mathäserbräu und der erste Bund sozialistischer Frauen im Deutschen Theater. Von Mittwoch, 16. Januar, an ist eine Ausstellung, die die Geschichtswerkstatt Isarvorstadt-Ludwigsvorstadt konzipiert hat, im Foyer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Schwanthalerstraße 64, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist von Montag bis Freitag, 8 Uhr bis 21 Uhr.

Die Ausstellung zeigt vor allem die Chronologie des 7. November, die Ereignisse davor, die zur Revolution und zur Ausrufung des Freistaats Bayern führten, und die Ereignisse danach mit den blutigen Kämpfen zur Niederschlagung der Räterepubliken mit Fokus auf den zweiten Stadtbezirk. Die Geschichtswerkstatt hat zur Revolution 1918 viele Details recherchiert, die öffentlich noch wenig bekannt sind. Sie zeichnet in der Ausstellung unter anderem nach, wie "die Roten" oben von der Kirche St. Anton an der Kapuzinerstraße nach unten schießen, wie sie später von den "Weißen" im Nebenzimmer der Pforte des Kreszentiastifts zum Tode verurteilt und an der Ecke Geyerstraße erschossen werden. Nur einen Matrosen erwischten sie laut Geschichtswerkstatt nicht. Er war unter die Brücke am Glockenbach geflohen.