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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Stadt wirft Pfadfinder raus

BA fordert die Rücknahme der Kündigung für das Domizil

Die Stadt München hat das Mietverhältnis mit den Pegasus-Pfadfindern an der Pestalozzistraße 62 gekündigt. Bis August müssen die Pfadfinder, die dort seit mehr als einem Jahrzehnt ihr Stammheim haben, ausziehen. Die Pfadfinder trifft dies hart und überraschend. Vor fünf Jahren haben sie offenbar viel Arbeit in die Sanierung gesteckt. Der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (BA) forderte nun das Kommunalreferat und Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) einstimmig auf, die Kündigung aufzuheben. "Das ist eine unserer wichtigsten Einrichtungen", unterstrich Beate Bidjanbeg (SPD), Kinder- und Jugendbeauftragte im BA, den Stellenwert der Pegasus-Pfadfinder für den Stadtteil. Der Stamm habe großen Zulauf, helfe regelmäßig bei Festen und Pflanzaktionen, leiste wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche. Auch ein Regsam-Moderator, selbst ehemaliger Pegasus- Pfadfinder, appellierte an die Politiker, die Kündigung zurückzunehmen. "Die Pfadfinder geben den Jugendlichen in der Innenstadt noch die Möglichkeit, sich eigenständig zu entwickeln."

Angeblich plant die Stadt an der Pestalozzistraße 62 ein Zentrum für Besucher des dort direkt angrenzenden Alten Südfriedhofs - im BA kann sich niemand diesen Standort dafür vorstellen. Es wäre unverantwortlich, den Pfadfindern das Stammheim wegzunehmen und für andere Zwecke zu verwenden, heißt es in der Begründung des Antrags. Außerdem möchte der BA über die Gründe der Kündigung informiert werden.

© SZ vom 13.01.2016 / lo

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