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Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Schöner, grüner, sicherer

Rollern und skaten ohne gefährliche Kanten, auch das steht auf der langen Liste der Verbesserungen.

(Foto: Mauritius Images)

Lokalpolitiker haben detaillierte Vorschläge für die Straßen beim Glockenbach-Spielplatz

Von Birgit Lotze, Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt

Die Fahrbahnen um den Glockenbach-Spielplatz sollen saniert werden. Der Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt will das zum Anlass für weit mehr Neuerungen nehmen. In einem interfraktionellem Antrag hat er in seiner jüngsten Sitzung mehr Platz zum Spielen und mehr Sicherheit für Kinder rund um den Spielplatz, mehr Sitzgelegenheiten und neues Grün und Bäume gefordert. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Spielplatzumzäunung bis an den Gehwegrand nach außen verlegt werden soll. Auf der Nordseite sollen auf drei Parkplätzen Bäume gepflanzt und drei Bänke aufgestellt werden. Bäume, Grün und Bänke sind auch an den Ecken Am Glockenbach und Holzstraße und zur Geyerstraße/Baldestraße vorgesehen. An der Ecke Am Glockenbach und Jahnstraße soll neben neuem Grün und Bänken auch ein Freiluft-Schachbrett eingerichtet werden.

Der UPS-Container auf der Westseite, von dem aus die UPS-Radler ihre Pakete im Viertel verteilen, ist in dem BA-Plan nicht mehr enthalten. Der Container soll vor die Wittelsbacherschule an die Klenzestraße oder auf den Viehhof verlegt werden - vorübergehend, hieß es, bis Alternativen im nicht-öffentlichem Raum zur Verfügung stünden wie zum Beispiel der geplante Mobilitäts-Hub im Parkhaus an der Adolf-Kolping-Straße.

Detaillierte Vorstellungen äußerten die Gremiumsmitglieder auch über die Gehwege, Gehwegnasen, Fahrbahnen, Querungen für Fußgänger, Beläge und Bordsteinabsenkungen, vor allem an Kreuzungen und Überwegen nahe des Spielplatzes. So soll die Fahrbahn zwischen Spielplatz und Jugendzentrum Kubu auf ein Niveau mit den Gehwegen angehoben werden, so dass die Kinder, macht man die Straße an einzelnen Tagen oder bei Festen mal zu, sie auch zum Skaten oder Rollern nutzen können. Dies war eine Forderung aus einer Kinderkonferenz. In diesem Bereich solle generell Tempo 10 gelten. Damit die Kinder freie Sicht haben, will man an allen Querungen eineinhalb Parkplätze zum Abstellen von Fahrrädern verwenden. Wegfallende Parkplätze sollten möglichst durch die Umwandlung von Mischparken in reines Anwohnerparken ersetzt werden.

Florian Petrich (Grüne), Beauftragter für Sport und Initiator des Antrags, rechnete vor, dass im Jahr 2019 im Stadtviertel 5340 Kinder bis 15 Jahre lebten. Die könne man mit sicheren Querungen der Straßen um Spielplätze und Schulen schützen. Und diese erleichterten auch älteren Menschen das Überqueren. Außerdem solle man den Raum, auf dem Kinder spielen, stetig erweitern und neue lebenswerte Orte in der Stadt schaffen, so Petrich.

© SZ vom 07.06.2021
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