Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Regenbogen-bunte U-Bahn-Schilder

Der offene Umgang der Stadt München mit den Regenbogenfarben als Zeichen für Akzeptanz queeren Lebens hat während der Fußball-EM europaweit zu Diskussionen geführt: Zuerst war da Torwart Manuel Neuer, der als Zeichen für Toleranz und Vielfalt eine Regenbogen-Kapitänsbinde trug, und dann wollte die Stadt die Fußball-Arena zum Protest gegen ein homophobes Gesetz in Ungarn in Regenbogenfarben erleuchten lassen. Weil diese Debatte gezeigt habe, wie wichtig Sichtbarkeit und Aufklärung auch 2021 noch sind, wollen die Lokalpolitiker aus der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bitten, die Schilder an den U-Bahn-Abgängen und Haltestellen am Sendlinger Tor in Regenbogenfarben zu gestalten. Gärtnerplatz und Glockenbachviertel seien seit Langem das vielfältige Herz der Stadt, argumentieren Rosa Liste und Grüne. Das Sendlinger Tor mit der Gedenksäule für Aids-Opfer sei das "Portal ins queere Herz", in der Nähe Am Oberanger liege auch das Denkmal für im Holocaust verfolgte Homosexuelle. Bunte U-Bahn-Schilder könnten das ganze Jahr über und nicht nur während eines Sportturniers als Zeichen für die Akzeptanz von Vielfalt wirken, seien ein Signal für Besucher, dass sie sich in einer weltoffenen Metropole befinden. Der Antrag wurde von allen Fraktionen gestellt.

© SZ vom 05.08.2021 / lo
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