Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt Leinwand aus Holz

Der Bauzaun um den Königshof soll künstlerisch gestaltet werden

Der alte Königshof am Kopf der Schützenstraße soll einem futuristischen, luxuriösen Neubau mit vertikalen Einschnitten in der Fassade weichen. Derzeit wird der Königshof abgerissen und ist großflächig von vier Seiten mit einem Bauzaun umgeben. Dieser Zaun wird nicht kommerziell genutzt, deshalb soll er, so schlägt der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt vor, Kunstschaffenden und kulturellen Initiativen zur Gestaltung zur Verfügung gestellt werden - für Street Art, für Informationen zum Bahnhofsviertel, zur umgebenden Architektur oder zur Stadtteilgeschichte.

Gerade an dieser stark frequentierten Stelle, weit sichtbar vom Stachus, wäre das eine größere Bereicherung für München als ein eintöniger, beschmierter oder für Werbung genutzter Bretterzaun, argumentiert Martin Scheuring (Grüne), auf den die Initiative zurückgeht. München und sein Bahnhofsviertel seien bunt und kulturell vielfältig, im öffentlichen Raum werde das jedoch viel zu selten sichtbar, weil es dort kaum Flächen für Kunst und Kultur gebe. Deshalb böte die Baustelle des Hotels Könighof eine einmalige Gelegenheit. Der Neubau soll neun Stockwerke hoch und in rund zweieinhalb Jahren fertiggestellt werden.