Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt:Bauen am Fernkältenetz

Wenn es um Fernkälte geht, ist die Stadt München, sind die Stadtwerke München, verglichen mit anderen Städten, weit vorne dran. Die Stadt hat so etwas wie einen Vorsprung, den sie auch nutzt: eine natürliche Kältequelle, den Westlichen Stadtgrabenbach, der unterirdisch am Stachus vorbeifließt. Die Münchner Kältezentrale liegt unterm Stachus, im gleichen Bauwerk wie die U-Bahn.

Seit etwa einem Jahr wird das Fernkältenetz kräftig weiter ausgebaut, das Heizkraftwerk Süd soll über Rohrverbindungen angedockt werden. Dafür müssen Leitungen verlegt werden. Aktuell sind die Stadtwerke wieder in einer Rückbauphase der Baustellen: Von Montag, 12. Juli, an soll die Thalkirchner Straße wieder in beide Richtungen freigegeben werden. Geplant ist auch, die Barrikaden am Viehhof und an der Zenettistraße nach und nach abzubauen. Anfang August werden die restlichen Querparkplätze freigemacht, der Verkehr wieder auf die Straße verlegt. Das Baufeld soll bis Mitte August geräumt sein, vermutlich gebe es dann noch kleine Restarbeiten im Bereich der Haltestelle Ehrengutstraße, teilten die Stadtwerke mit.

Gleichzeitig geht der Trassenbau um die Ecke allerdings weiter: Vom kommenden Montag an wird die Baustelle für die Trassenverlegung unter der Tumblinger Straße aufgebaut. Die Arbeiten enden laut Plan Ende November. Danach ist in dieser Gegend erst einmal Schluss: Die neuen Leitungen schließen am Zenettiplatz und in der Kapuzinerstraße an das vorhandene Fernkältenetz an. Die Kühlung wird für Rechenzentren, in Büro- und Wohngebäuden und auch im Einzelhandel genutzt.

© SZ vom 10.07.2021 / lo
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