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Ludwigsvorstadt:Für zügigen Aufbau

Wiesn-Anlieger sind verärgert über die Monate der Sperrung

Der berühmteste Festplatz der Welt ist für viele Anwohner auch ein Stück des täglichen Arbeits- oder Schulwegs, deshalb spricht sich der Anlieger-Bezirksausschuss (BA) Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt einstimmig gegen eine Verlängerung des Wiesnauf- und Abbaus aus. Einige Stadträte der CSU und SPD hatten beantragt zu prüfen, ob die bestehenden Zeiten ausreichen, vor allem unter dem Sicherheitsaspekt. Heuer begann der Aufbau am 16. Juli, bis 9. November muss abgebaut sein. Aus Sicht des BA genug Zeit, um Zelte, Buden und Fahrgeschäfte sicher auf- und abzubauen. Ein noch längeres Zeitfenster mit entsprechender Sperrung der Durchgangswege dient aus BA-Sicht allenfalls der Kostenersparnis für Wirte und Schausteller. "Wenn der Bierpreis steigt, liegt es sicher nicht an uns", bemerkte Florian Florak (CSU) mit Blick auf die üblichen Gewinnspannen. Alle vier Jahre, wenn parallel das Zentral-Landwirtschaftsfest stattfinde, klappe der Aufbau schließlich auch fristgerecht, so Florak.

Vor allem die zentrale Ost-West-Achse der Matthias-Pschorr-Straße erspart gut eine Viertelstunde Fußweg und sollte nicht unnötig lange blockiert bleiben. Abgesehen davon sei die Theresienwiese zwar keine Grünoase, aber im dicht bebauten Viertel eine wertvolle Freifläche. Seine Haltung macht der BA daher deutlich, auch wenn noch nicht klar ist, ob und welche Verlängerung die Stadt gewähren würde. Nach hinten bliebe dabei aber wenig Spielraum: Der Wiesnabbau geht fast nahtlos in die Vorbereitungen zum Winter-Tollwood über.