Ludwig Steinherrs Band „Gottes Nähmaschine“Stürzen wie Christus vom Kreuz

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Mit feiner Ironie deutet Ludwig Steinherr den Alltag – und liefert federleichte Denkanstöße.
Mit feiner Ironie deutet Ludwig Steinherr den Alltag – und liefert federleichte Denkanstöße. Florian Peljak

Gott ist ein häufiger Gast in den Gedichten des promovierten Philosophen Ludwig Steinherr, er entdeckt ihn überall – und macht sich in seinem neuen Band „Gottes Nähmaschine“ überhaupt so seine Gedanken über die Schöpfung.

Von Sabine Reithmaier

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Ludwig Steinherr ist ein fabelhafter Augenblicksverdichter. Mit nie nachlassender Neugier schöpft der Schriftsteller seine Gedichte aus ganz alltäglichen Beobachtungen. Beiläufig im Ton und unaufdringlich zieht er daraus mit zahlreichen Bezügen zur bildenden Kunst, Philosophie und Religion seine Schlüsse, liefert seit vielen Jahren mit seiner Lyrik federleichte Denkanstöße. So auch in seinem jüngsten Gedichtband „Gottes Nähmaschine“, in dem er bei aller Leichtigkeit klar Stellung bezieht: „Vergiss nie –/ die Sprache ist alt / die Bücher sind alt / das Handwerk ist alt / Immer Poesie / gegen Gewalt“.

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