Süddeutsche Zeitung

Engagement in Kenia:Ludwig von Bayern baut eine Kirche

Für den künftigen Chef des Hauses Wittelsbach ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Bei der Grundsteinlegung im Norden Kenias ist er dabei.

Von Sabine Buchwald

Ludwig Prinz von Bayern, 42, hat im Norden Kenias ein neues Bauprojekt gestartet. Nach zweijähriger Planungszeit sollen nun am Turkana-See eine Kirche mit Pfarrhaus und Schwesternkonvent als Anlaufstelle für die Bevölkerung sowie für die jungen Menschen des nahen Ausbildungszentrums "Learning Lions" entstehen, teilte das internationale katholische Hilfswerk Missio in München mit.

"Wir wollen hier zeigen, wie positive Bildungsarbeit funktioniert - dazu gehört alles von Strom- über Wasserversorgung bis hin zu Schulen, Kindergärten und natürlich unseren Projekten, in denen junge Erwachsene lernen, wie man durch IT-Dienstleistungen Geld verdienen kann", sagte Ludwig von Bayern bei der Grundsteinlegung zusammen mit Missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber.

Mit der gemeinnützigen Organisation "Learning Lions" engagiert sich der künftige Chef des Hauses Wittelsbach bereits seit mehr als zehn Jahren in der Region, die als eine der entlegensten und ärmsten des Landes gilt. Ab einer gewissen Größe brauche man einen Ort, an dem sich die Menschen wohlfühlen und auch die Möglichkeit haben, Glauben zu leben, erklärte der Wittelsbacher, der mit seiner Frau Sophie-Alexandra sein erstes Kind erwartet. "Daher ist es uns sehr wichtig, hier eine Kirche zu bauen." Vor Kurzem sei dort auch die Loropio Girls' High School für Mädchen eröffnet worden, so Missio.

Das Projekt in der Turkana-Region ist die Fortsetzung einer langen Tradition des Hauses Wittelsbach und von Missio. König Ludwig I. von Bayern gründete den Ludwig-Missionsverein im Jahr 1838. Daraus ist das heutige Missio München entstanden.

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