Süddeutsche Zeitung

Lokführer-Streik:S-Bahnen fahren nur im 60-Minuten-Takt

  • Die S-Bahn München ist vom Lokführerstreik betroffen: Die Züge fahren auf den meisten Linien nur einmal pro Stunde.
  • Den Flughafen steuert nur die S8 an, die dafür aber alle 20 Minuten kommt. Auf der Stammstecke gibt es einen Zehn-Minuten-Takt.
  • Die Bahn will aktuell online informieren.

Die Pendler in München stehen seit Mittwochfrüh mal wieder vor einer Geduldsprobe. Seit 2 Uhr in der Nacht bestreikt die Lokführer-Gewerkschaft GDL die Deutsche Bahn. Die hat zwar einen Notfahrplan erstellt, dennoch kommt es bei der S-Bahn zu erheblichen Beeinträchtigungen und Zugausfällen auf allen Linien. Dauern soll der Ausstand bis Donnerstag um 21 Uhr.

Immerhin: Auf der Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Pasing fährt die S-Bahn im Zehn-Minuten-Takt. Außerdem soll auf allen Linien "mindestens" ein Zug pro Stunde fahren. "Das haben wir sichergestellt", sagte eine Bahnsprecherin am Dienstagnachmittag. Lediglich für die S8 ist zwischen Pasing und Flughafen ein 20-Minuten-Takt geplant. Die S1 fährt während des Streiks nur bis Freising und nicht zum Flughafen - wer von Freising dorthin weiter will, muss auf den Bus 635 ausweichen oder aber gleich die S8 nehmen.

Zwischen Dachau und Altomünster müssen die Pendler von der S2 auf Busse umsteigen. Von denen sind aber nur zwei im Einsatz - "eingeschränkter Schienenersatzverkehr" heißt das bei der Bahn. Die S20 zwischen Höllrieglskreuth und Pasing entfällt komplett. Reisende können sich hier informieren. Mit einem normalen Betrieb ist allerdings erst von Freitag an zu rechnen.

Zu dem erneuten Lokführerstreik kommt es, weil Ende vergangener Woche die Verhandlungen zwischen GDL und Bahn in der mittlerweile 16. Runde gescheitert sind. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche. Bislang kam es zu keiner Einigung, weil die Lokrangierführer von der Bahn niedriger eingestuft werden sollten als ihre Kollegen auf der Strecke.

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