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Lokalrunde:Von Sagen und Legenden

Wirtshaussagen und Wirtshausmusik sind zwei Spezialitäten von Karl-Heinz Hummel.

(Foto: Volker DerlatH/OH)

Der bayerische Sagen-Experte Karl-Heinz Hummel kommt mit Quartett "Du & I" und dem Klarinettisten Josef Zapf in die Gaststätte Fraunhofer

Als wären die Zeiten nicht schon gruselig genug, gibt es jetzt an diesem Wochenenden auch noch eine Lesung, die einem Schauer über den Rücken jagen könnte. Wenn auch sicher wohligere als die, die durch die allgemeine Corona-Lage verursacht werden. Denn der bayerische Sagen-Experte Karl-Heinz Hummel versteht es, das Unheimliche so rüberzubringen, dass man dabei auch noch seinen Spaß hat. Und ausgerechnet in diesen Zeiten, wo einem gestandenen Wirt so richtig angst und bange werden könnte, tritt er am Sonntagvormittag mit seinem Quartett Du & i sowie dem Klarinettisten Josef Zapf im Wirtshaus im Fraunhofer auf und liest dabei auch aus seinem hübschen Büchlein "Wirtshaussagen zwischen Alpen und Donau" (Allitera Verlag, 152 Seiten, 16,90 Euro). Naturgemäß spielen die meisten Sagen im Gebirge bis hinüber ins Österreichische, aber man findet im Buch auch Geschichten aus der Pupplinger Au oder über die "Andechser Bierjungfrau". Und sogar vom "Pulverturm in Milbertshofen", der gewiss einige Jahre lang einen sagenhaften Ruf hatte, aber den bei Discogängern und im Wesentlichen unter Reggaefreunden. Derlei Töne darf man sich allerdings bei der Matinee am Sonntag weniger erwarten. (Wirtshaussagen & Wirtshausmusik, Sonntag, 15. März, 11 Uhr, Eintritt: Zwölf Euro, Gaststätte Fraunhofer, Fraunhoferstraße 9, Reservierung unter 26 64 60).

Von einem Sagen-Status zu reden, wäre etwas übertrieben, aber eine kleine Legende war das Makassar in der Dreimühlenstraße mit seiner französisch-kreolischen Küche schon. Vor einem Dreivierteljahr schlossen Roland Dimpfl und Roger Baranda ihr Lokal, um nach 27 Jahren mal eine kreative Pause einzulegen. Die ist nun offenbar bald vorbei: Auf Facebook kündigten sie an, dass es von September an wieder ein Makassar geben soll. Wo, das wollen sie noch nicht verraten: Das Objekt ist noch verpachtet.

© SZ vom 13.03.2020
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