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Lokalrunde:Bio-Pizzen und starkes Bier

Aus "Resi Huber" wurde "La Trattoria": In Sendling steht jetzt italienische Küche auf der Karte.

(Foto: Vollcorner Biomarkt GmbH)

Ausschließlich mit Bio-Produkten zu kochen, das schaffen die wenigstens Restaurants. Das "Resi Huber" in Sendling hat deshalb Name und Konzept geändert und ist jetzt "La Trattoria".

Leider ist es ja so, dass Qualität sich nicht immer durchsetzt, insbesondere dann, wenn auch noch Pech dazu kommt. Das Bio-Restaurant Resi Huber in Sendling ist so ein Fall. Es gehörte zur Biomarkt-Kette Vollcorner und musste im Frühjahr kurz nach der Eröffnung schon wieder schließen, wegen eines größeren Wasserschadens. Dann lief es eher mau an, auch wenn der SZ-Kostproben-Kritiker Iwan Lende in den höchsten Tönen schwärmte: "Es passt einfach alles perfekt zusammen." Trotzdem war das alles natürlich ein Experiment: Ausschließlich mit Bio-Produkten zu kochen, das schaffen die wenigsten Restaurants. Tatsächlich erreichte man auch mit dem Resi Huber zu wenig Publikum, weshalb man jetzt Namen und Konzept ändert: La Trattoria heißt das Restaurant jetzt und bietet italienische Küche, weiterhin ausschließlich in Bio-Qualität. Chefkoch Max Brückel sagt, es gebe nicht nur hausgemachte Pizza und Pasta, sondern auch Antipasti und Dolci, wie sich das für eine anständige italienische Küche gehört. Man möchte dem Original so nahe wie möglich kommen, wobei sich das nicht dahingehend auswirkt, dass die Zutaten aus Italien kommen, eher im Gegenteil: So nah wie möglich, so fern wie nötig - dieses Grundprinzip verfolgt man auch hier. (Resi-Huber-Platz 1, Dienstag bis Samstag 12-23 Uhr, Sonntag/Montag 17-22.30 Uhr, Telefon 45 20 16 79, www.la-trattoria.bio).

Manche glauben ja, Starkbier gebe es nur am Nockherberg. Stimmt natürlich nicht, auch in anderen großen Bierkellern beginnt demnächst die fünfte Jahreszeit. Der Augustinerkeller fängt bereits an diesem Freitag an, der Löwenbräukeller am kommenden. Eine kabarettistische Fastenrede, die dort viele Jahre lang Christian Springer gehalten hat, wird es dieses Jahr nicht geben, man ist sich mit der Brauerei nicht über die Finanzierung des Eröffnungsfests einig geworden (6. bis 28. März, Nymphenburger Straße 2).

© SZ vom 28.02.2020
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