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LKR:Den Euro im Fokus

Wahlplakate kleiner Parteien für die Landtagswahl 2018 in Bayern.

Foto: Jan Staiger, oh

Die Eurokritiker von Bernd Lucke wollen die Landtagswahl nutzen, um mehr Aufmerksamkeit für ihre einzigen großen Thema zu erzeugen: die EU und der Euro. Sie haben allen Grund dafür. Nach dem Streit und der Abspaltung von der AfD und der zweiten Umbenennung drohen die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) im politischen Niemandsland zu verschwinden. Neue Mitglieder zu gewinnen, neuen Wählern die befürchteten Konsequenzen einer aus ihrer Sicht verfehlten Euro-Politik vor Augen zu führen, das seien die wichtigsten Ziele für die Landtagswahl, erklärte deshalb der stellvertretende Bundesvorsitzende Peter Reich nach der letzten Landesversammlung in Haar.

Dafür wollen die LKR vor allem in München und in Augsburg kämpfen, wo sie ihre spärlichen Direktkandidaten konzentrieren. Wie dünn die Personaldecke in der Fläche ist, zeigt ein Blick auf die Oberbayernliste für die Landtagswahl: In Stadt und Landkreis München sind alle vier Bewerber versammelt. Reich selbst wird im Stimmkreis Bogenhausen antreten. In Schwabing bewirbt sich der vielleicht bekannteste liberal-konservative Reformer in München, Stadtrat André Wächter. Er setzt als einziger seiner Partei wahrnehmbar Themen in der Stadt. In der Integrationspolitik verfolgt er eine harte Linie, in Finanzfragen ebenfalls. Als weiterer Direktkandidat soll Klaus-Jürgen Werner im Stimmkreis Altstadt-Hadern eurokritische Wähler mobilisieren. Dazu tritt die Landesvorsitzende der Liberal-Konservativen Reformer, Ulrike Schütt, im Norden des Landkreises München an.