Das Schlechte am Begriff „Freiheit“ ist, dass er von allen Seiten in passende Formen geknetet werden kann. Das bedeutet aber auch, dass er aus allen Richtungen anschlussfähig ist. So ergibt sich die schöne Möglichkeit, bei einem Literatur-Festival auch über die Freiheit in Opernhäusern nachzudenken – und diese Gedanken mit Musik zu illustrieren: Das Literaturfest München lädt die Staatsoper zu sich ein und macht klar, welche Freiheitserfahrungen in der Oper möglich sind. Und wie inspirierend diese wirken: Zwischendurch fühlt sich Peter Sloterdijk frei, aus dem „Rosenkavalier“ zu singen. Das ist nur eine der bemerkenswerten Gesangsleistungen des Tages.
Literaturfest MünchenPeter Sloterdijk singt
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Der Philosoph diskutiert beim Literaturfest nicht nur mit der Schriftstellerin Dana Grigorcea über Freiheit in der Oper – er stimmt auch selbst den „Rosenkavalier“ an. Wie das geklungen hat.
Von Paul Schäufele
