Literatur-Preis der Stadt MünchenPierre Jarawan erhält Tukan-Preis

Sein Roman "Frau im Mond" wird mit dem Tukan-Preis gewürdigt: Pierre Jarawan.
Sein Roman "Frau im Mond" wird mit dem Tukan-Preis gewürdigt: Pierre Jarawan. Johannes Simon

Der Münchner Schriftsteller Pierre Jarawan wird in diesem Jahr mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet. Sein Roman „Frau im Mond“ überzeugte als raffiniert konstruierte Familiengeschichte.

Von Antje Weber, München

Eine „raffiniert mäandernde“ Familiengeschichte, „die immer auch über sich hinausweist“ – so urteilt die Tukan-Jury über Pierre Jarawans Roman „Frau im Mond“ (Berlin Verlag). Für den dritten  Band seiner Libanon-Trilogie, nach Ansicht der Jury sein „literarisch bisher überzeugendstes Buch“, erhält der Münchner Schriftsteller den Tukan-Preis 2025.

Wie der Kulturausschuss der Stadt München an diesem Donnerstag bestätigte, wird Jarawan damit der mit 8000 Euro dotierte Preis zugesprochen, der jährlich „eine sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung“ von Münchner Autorinnen und Autoren auszeichnet. In diesem Jahr waren 67 Romane, Krimis und Lyrikbände in der Auswahl.

100 Jahre kanadisch-libanesischer Geschichte umspannt Jarawans Roman, der unter anderem von einem „Raumfahrt-Ingenieur mit Visionen“ handelt, wie die Jurybegründung ausführt. Dabei scheue der Autor auf knapp 500 Seiten „weder Umwege noch kühne Ausschweifungen“, behalte jedoch alle Fäden in der Hand. Der Roman sei bildintensiv erzählt, nicht nur darin eine Hommage an den Filmregisseur Fritz Lang, und trotz schwerer Themen wie Flucht und Vertreibung „in warmem, leichtem Ton“ gehalten. Die Preisverleihung ist für den 2. Dezember im Literaturhaus München geplant, weitere Informationen unter www.muenchen.de/literatur.

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Münchner Schriftsteller Pierre Jarawan
:„Ich möchte nicht zum ewigen Libanon-Erklärer werden“

Pierre Jarawan erzählt in seinem aktuellen Buch „Frau im Mond“ eine kanadisch-libanesische Familiengeschichte, die bis in den Weltraum führt. Ein Treffen mit dem Autor in der Münchner Volkssternwarte.

SZ PlusVon Jutta Czeguhn

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