Männer, die ihre Macht missbrauchen. Männer, die sich verweigern. Die Figuren, die der US-amerikanische Schriftsteller Herman Melville vor zwei Jahrhunderten in „Moby Dick“ oder „Bartleby, der Schreiber“ entwarf, haben nichts von ihrer Brisanz verloren. Der Münchner Schriftsteller Thomas Lang hat sich für den Roman „Melville verschwindet“ jahrelang mit dem Werk und Leben Melvilles beschäftigt. In vielfachen Spiegelungen eines heutigen Schriftstellers namens Meander hinterfragt er klug insbesondere Männerbilder aller Art, Helden- und Künstlertum.
Thomas Lang über die Aktualität von Melvilles „Moby Dick“Wie toxische Führungsfiguren die Welt in den Untergang reißen
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Lässt sich Melvilles berühmter Roman „Moby Dick“ als Spiegelbild des heutigen Amerika lesen? Thomas Lang setzt sich in seinem Roman „Melville verschwindet“ intensiv mit Männerbildern und vermeintlichem Heldentum auseinander. Ein Gespräch.
Interview von Antje Weber
