Tiere dürfen eher selten mit ins Kino, im Kino sieht man sie aber ganz gerne. Also auf der Leinwand, wo sie ihren menschlichen Begleitern regelmäßig die Show stehlen. So auch im australischen Familienfilm „Lilly und die Kängurus“, der auf einer wahren Begebenheit beruht und in dem eine ganze Horde von sehr jungen und selbstredend sehr süßen Beuteltieren zu sehen ist.
Streng genommen müsste der Film „Chris und die Kängurus“ heißen, erzählt er doch die Geschichte des Reiseführers Chris Barns, der im Jahr 2005 im australischen Hinterland ein Känguru-Junges aus dem Beutel seiner tödlich verunglückten Mutter rettete. Da das nächste Tierhospital mehrere Tausend Kilometer entfernt war, gründete er kurzerhand eine Rettungsstation für verletzte Kängurus und verwaiste Jungtiere. Sein „Kangaroo Sanctuary“ hat im Laufe der Jahre mehr als tausend verwaiste Kängurus aufgepäppelt, aufgezogen und zum passenden Zeitpunkt wieder in die Wildnis entlassen. Eine BBC-Doku erzählte diese herzerwärmende Geschichte bereits.
Im Film der viel beschäftigten TV-Regisseurin Kate Woods („The Lincoln Lawyer“, „Messiah“) wurde aus dem Reiseführer ein Wettermoderator, der nach einem tierischen Vorfall ins Outback strafversetzt wird und mit seinem Auto ein Känguru-Weibchen anfährt. Für das Muttertier kann er nichts mehr tun, das Junge im Beutel ist aber unversehrt. Ein elfjähriges Mädchen aus der Region redet ihm ein, dass er sich laut eines lokalen Brauchs um das Waisenjunge kümmern und vor Ort bleiben muss. Und so beginnt die Geschichte von Chris, Lilly und den Kängurus.
Lilly und die Kängurus, AUS 2025, Regie: Kate Woods, der Film läuft in München im Leopold, Mathäser, Royal und den Museum-Lichtspielen sowie in vielen Kinos im Umland

