Holocaust-Überlebender:"Er war der glücklichste Mensch, den ich je getroffen habe"

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Lilly Maier ist Historikerin und Autorin. Ihre Bücher - und derzeit auch ihre Doktorarbeit - schreibt sie im Café. (Foto: Robert Haas)

Lilly Maier ist elf Jahre alt, als sie Arthur Kern kennenlernt, der den Nazis mit einem Kindertransport entkommen ist. Eine Begegnung, die ihr Leben verändert. 

Von Gerhard Fischer

Lilly Maier sitzt im Café "Tante Emma" vor einem Laptop. Sie blickt auf, als man eintritt, lächelt, steht auf, grüßt und schlägt vor, in den Nebenraum zu gehen, weil es dort ruhiger sei. Der Umzug ist logistisch einfach (sie muss nur den Tee mitnehmen, den Laptop lässt sie einfach stehen), und auf dem Weg hört man zweimal den Namen Lilly, von Angestellten des Cafés: "Sind Sie mit Lilly da? Gehört der Tee zu Lilly?" Lilly hier, Lilly da, Lilly Maier ist im "Tante Emma" zu Hause. "Ich schreibe hier meine Bücher - und aktuell meine Doktorarbeit", sagt sie. Manchmal sitzt sie acht Stunden am Stück im Café, trinkt, isst, schreibt, plaudert mit Gästen, fühlt sich wohl.

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