Lieblingsbiere"Ich bekomme von Hellem immer Kopfschmerzen"

Helles Bier aus Bayern wird in Deutschland immer beliebter. Kann nicht sein, finden acht zugezogene oder echte Münchner - und verraten, was sie lieber trinken.

Ein "Herri" gegen Kopfschmerzen

Ich bekomme von Hellem immer Kopfschmerzen. Und das liegt nicht unbedingt an der Masse. Deshalb sagt mir eher Pils zu. Möglichst herb, aber auch einen Hauch süßlich - und möglichst aus meiner Heimatstadt Hannover. Dort gibt es zwei lokale Biermarken, die den Sprung auf den Weltmarkt noch nie geschafft haben, und das wohl auch nicht werden: Das "Lindener" und das "Herri". Das Lindener ist (zumindest im Hannoveraner Umland) das bekanntere, es schmeckt aber bei weitem nicht so gut wie das "Herrenhäuser". Beim "Herri" mag ich auch die Größe, gezapft bekommt man es meist in einer Bierkugel und auch in der bauchigen Flasche sind es immer 0,33 Liter. Für diese Flaschenform mag man auch das "Astra" aus der Nachbarstadt Hamburg loben; das Bier aus St. Pauli ist einfach nur Kult, schmeckt aber irgendwie scheiße. Doch immerhin noch besser als ein Helles aus München. Zudem gibt es ein Helles fast nur im halben Liter, es ist damit eher als Pferdetränke geeignet als für einen netten, geschmackvollen Abend an der Theke. Auch das zeugt davon, dass der Hannoveraner an sich ein viel feinerer Kerl ist als der gemeine Bayer. Von Lars Langenau

Bild: Alessandra Schellnegger 10. Februar 2015, 12:242015-02-10 12:24:20 © SZ.de/tba