Editorial:Von der Idee zur Serie

"Liebe, Zoff und Musenküsse": Wie es dazu kam, in die knisternd-knirschende Welt der Künstlerpärchen einzutauchen, und worauf sich Leser freuen dürfen.

Von Bernhard Blöchl

SZ-Redakteure sind auch nur Menschen. Sie haben ein Privatleben. Manchmal erweckt der Name in der Zeitung oder im Netz den Anschein, als verberge sich dahinter nicht viel mehr als ein (hoffentlich) seriöser und gut ausgebildeter Journalist, der sein Leben voll und ganz der Arbeit widmet. In den meisten Fällen tut er das auch, aber eben nicht ausschließlich. Diese neue Sommerserie der Kulturredaktion wäre nicht entstanden, wäre der Autor dieser Zeilen nicht auf besondere Weise verwickelt in eine Thematik, die tief ins Private hineinreicht. In die knisternd-knirschende Welt der Künstlerpärchen.

Es verhält sich nämlich so: Er und sie schreiben und veröffentlichen Bücher, Romane am liebsten. Der SZ-Redakteur im Olympiaden-Abstand und abseits des Mainstreams, die Lieblingsfrau schon mal zwei pro Jahr bei zwei großen Publikumsverlagen. Die gemeinsame Schriftstellerreise der beiden Journalisten (kennengelernt übrigens bei der SZ) begann vor zehn Jahren, seitdem wird im Team (und ja, auch intim) gelobt und gestritten, geplottet und gegengelesen, mitgefreut und mitgeflucht.

Wie es ist, mit drei Frauen liiert zu sein, je nach Pseudonym mal mit Alexandra Pilz, mal mit Anne Sanders, mal mit der jungen Lea Coplin; wie es sich anfühlt, mit dem Gedanken zu spielen, die "Bestseller"-Aufkleber von ihren Büchern herunterzuknibbeln und auf die eigenen zu kleben; wohin es führt, ihr die vielen Adjektive streichen zu wollen, an denen sie so hängt; wie gut es tut, vom nächsten Schreiburlaub zu träumen, von einem wie damals, im Cottage in Cornwall, das dem Sohn von Rosamunde Pilcher gehörte, darüber könnte der Autor viel erzählen.

Jedoch soll es in der Sommerserie um andere Paare gehen. Um prominente Künstlerpaare wie Michael und Gudrun Mittermeier, Amelie Fried und Peter Probst, Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun. Diese und mehr Duos beschäftigen ähnliche Fragen. In loser Folge werden die Paare aus Bayern in der SZ vorgestellt, in der gedruckten Zeitung und multimedial digital. Sie werden Einblicke geben, wie sie sich zu "Liebe, Zoff und Musenküssen" verhalten, wie sie mit Neid und selbstloser Hilfe umgehen, in der besonderen Konstellation des Liebes- und Kreativpaares. Wie sie sich inspirieren und kritisieren, wie es nur diejenigen tun, die eng miteinander sind. Beziehungsweise kreativ.

© SZ/pop
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