Festival im FeierwerkPodfluencer setzen auf Austausch

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Freuen sich über rege Beteiligung und ihre Auszeichnungen: (von hinten links) Michael Czesun und Giovanni Pellegrino, die Podfluencer-Gründer, daneben Marco Matthess, Andreas Jahns und Corinna Hinterberger; vorne: Mark Fedl und Any Godja.
Freuen sich über rege Beteiligung und ihre Auszeichnungen: (von hinten links) Michael Czesun und Giovanni Pellegrino, die Podfluencer-Gründer, daneben Marco Matthess, Andreas Jahns und Corinna Hinterberger; vorne: Mark Fedl und Any Godja. Podfluencer

Michael Czesun schwärmt von der Podcast-Community, die Neue Philharmonie München spielt für Geflüchtete, und Simone Winkler wird Malteser-Chefin – unsere Münchnerinnen und Münchner der Woche.

Von Sabine Buchwald, Andrea Schlaier, Ekaterina Kel

Gehör verschaffen

Ihre Mission sei es, schreiben die Podfluencer auf ihrer Webseite, Podcaster zusammenzubringen und ihnen eine Plattform zu bieten. Es gehe darum, ihnen Gehör zu verschaffen. Angesprochen fühlen sollen sich besonders Anfänger und Podcaster, die unabhängig von einem Verlag oder Sender arbeiten. „Wir sehen uns als die Robin Hoods der Indie-Podcastszene“, erklären die Podfluencer, die vor mehr als drei Jahren von Michael Czesun und Giovanni Pellegrino (im Foto von hinten links) gegründet wurden. Austausch und Unterstützung finden übers Jahr vor allem in digitalen Formaten statt. Für ein persönliches Kennenlernen und zum Netzwerken gab es auch Treffen, nach Neu-Ulm im vergangenen Jahr nun zuletzt in München – mit Wettbewerb und Preisverleihung.

Am Wochenende, 30. und 31. August, fand das zweite Podfluencer-Festival in der Feierwerk-Funkstation statt. Dort konnten die Teilnehmenden Workshops und Live-Podcasts erleben, sich vor allem aber über Aufnahme- und Gesprächstechniken austauschen. Zudem wurden „Podfluencer Awards“ in fünf verschiedenen Kategorien vergeben. Der „Banger Award“ für die meisten Downloads etwa ging an den Podcast „Flimmerkiste mit Marco“, „Katheter Talk“ gewann sowohl den Jury-Preis als auch die Auszeichnung für die kreativste Folge. Co-Gründer Giovanni Pellegrino wertet das Festival als „großen Erfolg“ und gibt sich optimistisch: Im kommenden Jahr möchte er im Feierwerk bis zu 300 interessierte Personen begrüßen. „Diese Community hat alle Preise der Welt verdient, weil sie so herzlich und familiär miteinander umgeht“, ergänzt Michael Czesun.

Klassik erleben

Dirigiert im Herkulessaal die Studierenden der Neuen Philharmonie München: Simon Edelmann.
Dirigiert im Herkulessaal die Studierenden der Neuen Philharmonie München: Simon Edelmann. studioline

Die Münchner Residenz und der nahe Hofgarten gehören zu den schönsten Orten Münchens. Ebenso eindrücklich ist der Herkulessaal im unter Ludwig I. errichteten nördlichen Trakt des Stadtschlosses. Klassische Musik in diesem Saal erleben zu können, ist wohl für jeden beeindruckend, man muss dazu nicht unbedingt Fan sein. Gut möglich aber, dass man danach offener ist für diese Art von Kompositionen. Am Samstag, 28. September, spielt die Neue Philharmonie München unter Leitung des Dirigenten Simon Edelmann im Herkulessaal. Auf dem Programm stehen die Manfred Ouvertüre von Robert Schumann und das Klavierkonzert seiner Frau Clara sowie die Symphonie Nr. 1 von Johannes Brahms. Am Piano ist Freddy Kempf zu hören. Das Besondere dieses Abends: Zu dem Konzert werden viele hundert junge Leute, vornehmlich Berufsschüler eingeladen. Noch können dafür Karten-Patenschaften (20 Euro pro Ticket) übernommen werden, bei der Bestellung über die Kolibri-Stiftung bitte angeben: ticket@kolibri-stiftung.de.

Dialog führen

Thomas Prieto Peral, evangelischer Regionalbischof für München und Oberbayern.
Thomas Prieto Peral, evangelischer Regionalbischof für München und Oberbayern. Alessandra Schellnegger

„Wir sind in einer herausfordernden Zeit in Europa“, sagt der evangelische Regionalbischof für München und Oberbayern, Thomas Prieto Peral. „Es wird immer schwieriger, zu strittigen Themen im Dialog zu bleiben.“ Der 58-Jährige wird dies künftig auch als Leitender Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) versuchen. In das 13-köpfige internationale Gremium wurde Prieto Peral bei deren Vollversammlung im rumänischen Sibiu/Hermannstadt gewählt. Diesem Verbund gehören 96 evangelische Kirchen mit etwa 50 Millionen Mitgliedern an.

Fahrt verbessern

Bedürfnisse beachten, rät Verkehrspsychologin Anja Katharina Huemer.
Bedürfnisse beachten, rät Verkehrspsychologin Anja Katharina Huemer. Siebold/UniBw

Anja Katharina Huemer, Verkehrspsychologin an der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften der Münchner Bundeswehruni beschäftigt, was alle Autofahrer hassen: Stau. Für die Professorin sind besonders drei Dinge für eine entspannte Autofahrt entscheidend, wenn etwa am Ferienanfang oder -ende und an Feiertagen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu erwarten ist. Ganz wichtig für sie: gute Vorbereitung. Das heißt an die Wünsche aller Mitfahrenden denken, das minimiere Ärger. Genügend zu trinken mitnehmen, Snacks und zum Beispiel Kopfhörer für die Kinder. „Denn wenn die Grundbedürfnisse gedeckt sind und das Lieblingslied nicht in Dauerschleife läuft, bleibt die Stimmung besser und die Nerven werden geschont.“ Auch feuchte Handtücher zum Abkühlen empfiehlt die Professorin, außerdem: ausreichend Zeit einplanen. Wer eine Hauptreiseroute vor sich habe, auf der es sich oft staue, lohne es sich, in Etappen oder gar einen Tag früher zufahren.

Für die Psychologin ist auch „Achtsamkeit“ für sich selbst und anderen gegenüber ein wichtiges Thema beim Autofahren. „Man sollte versuchen, die eigenen Emotionen nicht an anderen auszulassen – weder an Mitfahrenden noch an anderen Verkehrsteilnehmenden“, sagt sie und verweist auf unterschiedliche Bedürfnisse. Kinder müssten vielleicht öfter auf die Toilette. Wenn man sich das bewusst mache, ärgere es weniger, wenn jüngere Mitreisende quengeln, so Huemer. Dazu gehöre auch, dass die Ankunftszeit auf dem Navi meist nicht die tatsächliche Ankunftszeit ist. Sie rät eindringlich, sich und anderen Pausen zu gönnen.

Menschen helfen

Simone Winkler (links) übernimmt die Malteser-Geschäftsleitung von Vorgänger Dieter Wünsche.
Simone Winkler (links) übernimmt die Malteser-Geschäftsleitung von Vorgänger Dieter Wünsche. Malteser

Die Bedürftigkeit vieler Menschen, vor allem älterer, nehme stetig zu, sagt Simone Winkler. Auch im München und dem Umland bis hinunter nach Garmisch-Partenkirchen, einer eigentlich wohlhabenden Gegend. Die 52 Jahre alte Kulturwirtin hat zum 1. September die Geschäftsleitung für den Malteser Bezirk München übernommen, der für eben diese Gegend zuständig ist. Ihr Vorgänger Dieter Wünsche ist in Ruhestand gegangen. Die Malteser stünden aktuell unter ökonomischem Druck, so Winkler. Es werde eine Herausforderung sein, auch künftig möglichst viele Menschen zu erreichen und die Bedürftigkeit zu mildern.

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